1996 Im September
1996 protestiert missio gegen Tipps für Sextouristen in zwei
Marco-Polo-Reiseführern. Der Verlag muss
die kritisierten Bände vom Markt nehmen.
Der
missio-Projektpartner Pater Shay Cullen bringt im Dezember 1996
einen deutschen Sextouristen vor Gericht,
der das philippinische Mädchen Pia auf dem Gewissen
hat.
1997 missio
aktuell berichtet 1997 über das Leben von Pia im
Kinderschutzzentrum PREDA und ihren Kampf gegen das
Trauma.
1999 Um auf den
Skandal aufmerksam zu machen, dass von Deutschland aus Jahr für
Jahr 400.000 Sextouristen starten,
präsentiert missio seit Juni 1999 die Aktion Schutzengel auf
deutschen Flughäfen.
Die
Reisebranche reagiert positiv auf die missio-Kampagne. Auf allen
deutschen Flughäfen macht missio an
Aktionstagen auf das Thema Sextourismus und Kinderprostitution
aufmerksam.
Auch
Vertreter von Reisebüros wollen nicht tatenlos zusehen und fühlen
sich durch die Aktion Schutzengel
ermutigt. „Wenn ein Mann bei mir ein Flugticket nach Bangkok buchen
möchte“, so eine Reisebüromitarbeiterin
aus Hannover, „und er prahlt damit, was er mit thailändischen
Mädchen anstellen will,
dann wird er von mir nicht bedient.“
Die
renommierte Werbeagentur Saatchi & Saatchi produziert im
September 1999 kostenlos für missio einen
Fernsehspot gegen Sextourismus. Der Spot wird in mehreren Sendern
ausgestrahlt.
2000 Seit dem
Jahr 2000 fließen durch den Verkauf von Schutzengel-Mangos, CDs,
Tassen etc. Benefizbeiträge in Höhe von
35.000 Euro in missio-Hilfsprojekte. 2001
Im Jahre
2001 arbeitet missio an der ECPAT-Studie „Den Tätern auf der
Spur/Sexuelle Ausbeutung von Kindern
durch Reisende” mit.
Im Oktober
2001 wird die missio-Kampagne der Aktion Schutzengel mit dem
„Fundraising & Social Marketing
Preis“ ausgezeichnet. 2002 Der
missio-Menschenrechtsbeauftragte Otmar Oehring spricht im Juni 2002
als Experte im Rahmen einer Anhörung
im Deutschen Bundestag zum Thema Sextourismus und
Kinderprostitution. Bundestagspräsident
Wolfgang Thierse präsentiert das missio-Mahnmal der Aktion
Schutzengel am
Weltkindertag 2002 vor dem Deutschen Reichstag. Das Fernsehen
berichtet ausführlich über das
Ereignis.
2003 Im Jahre
2003 fördert missio Projekte gegen sexuelle Gewalt in 10 Ländern,
darunter Thailand, Sri Lanka,
Philippinen und Kenia.
Pater Shay
Cullen wird für den Friedensnobelpreis 2003 nominiert. Im September
2003 fand die Luftbrücke der Aktion Schutzengel statt. Von
Frankfurt aus startet eine missio-Delegation in
Richtung Philippinen, um in beiden Ländern mit Aktionen auf das
Thema aufmerksam zu machen. Zu
den Programmpunkten gehören politische Gespräche und Besuche in
Kinderschutzzentren, wo Opfer
deutscher Sextouristen Zuflucht fanden. Über die Luftbrücke
berichtete unter anderem
das ZDF.
2004 April 2004:
Im Flughafen Düsseldorf feierte missio mit Prominenten, Politikern,
Projektpartnern und Unterstützern
das fünfjährige Jubiläum der Aktion Schutzengel. Dabei präsentierte
missio Fotos der 231.181
Teilnehmer der Fotosolidaritätsaktion. Sponsoren spendeten wie
angekündigt pro Foto einen Euro. So
konnte missio fast eine viertel Million Euro für drei
Schutzengelprojekte weiterleiten.
Seit dem
Frühjahr 2004 unterstützt die Fluglinie LTU die missio-Kampagne und
verteilt auch auf den Flügen nach Thailand
die Materialien der Aktion Schutzengel an die Passagiere.
Diejenigen Reisenden, die einen
sauberen Tourismus unterstützen, werden mit Interesse lesen, wie
man sich für die Kinderrechte
und Hilfsprojekte einsetzen kann. Und für Sextouristen hat die
missio-Broschüre eine entsprechende
Botschaft parat: Der deutsche Sextourist Thomas Breuer wurde von
dem 11-jährigen Mädchen Pia
Corvera vor Gericht gebracht.
Sommer 2004:
Neben zahlreichen Politikern, Schauspielern und Sportlern kündigt
Verona Feldbusch die
Unterstützung der Aktion Schutzengel an. Gegenüber den Medien
erklärte Verona Feldbusch, sie wolle Geld
sammeln, um die Aktion Schutzengel zu unterstützen und gleichzeitig
Mitstreiter für eine
Gesetzesänderung in Deutschland gewinnen. „Es ist unfassbar. Diese
Männer können nach ihrer
Rückkehr nach Deutschland meist gar nicht belangt werden. Das muss
sich ändern“, fordert Verona
Feldbusch. |