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Zwischenbilanz

 

  Zwischenbilanz der Aktion Schutzengel  
 

 
 

Seit mehr als zehn Jahren fördert das Internationale Katholische Missionswerk missio Projekte gegen sexuelle Gewalt und Kinderprostitution in der sogenannten Dritten Welt. Seit 1996 engagiert sich missio im Rahmen der Menschenrechtsarbeit verstärkt zu diesem Thema. Auf Druck von missio mussten zwei Marco Polo-Reiseführer wegen Reisetipps für Sextouristen vom Markt genommen werden. 

Start der Aktion Schutzengel 

Seit dem 31. März 1999, dem Internationalen Tag gegen Kinderprostitution, werden alle missio-Aktivitäten zum Thema Sextourismus und Missbrauch von Minderjährigen unter der Aktion Schutzengel zusammengefasst. 

Flughafen-Aktionen 

Um auf den Skandal aufmerksam zu machen, dass von deutschen Flughäfen Jahr für Jahr 400.000 Sextouristen starten, präsentiert missio seit Juni 1999 die Aktion Schutzengel auf zahlreichen Airports (Düsseldorf, Hannover, Frankfurt, Hamburg, Berlin Schönefeld, Münster, Nürnberg, Köln/Bonn, München, Wien, Zürich). 

Spenden für Hilfsprojekte 

missio fördert Projekte gegen sexuelle Gewalt und Kinderprostitution in Ländern wie Thailand, Indien, Sri Lanka, Nepal, Kenia und auf den Philippinen. Dazu gehören Kinderschutzzentren, in denen missbrauchte Mädchen und Jungen seelsorgerisch und therapeutisch betreut werden. Spender aus Deutschland haben rund eine Millionen Euro für die Aktion Schutzengel zur Verfügung gestellt. 

Benefiz-Artikel 

Mit Benefiz-Artikeln wie der Schutzengel-CD (Pur, Echt, Fury in the Slaugtherhouse etc.), Schutzengel-Tassen und getrocknete Mangos konnte missio neue Zielgruppen auf das Thema Kinderprostitution aufmerksam machen. Alleine durch den Benefiz-Beitrag der Schutzengel-CD konnte missio die Jungen Kirchen mit mehr als 15.000 Euro im Kampf gegen sexuelle Gewalt unterstützen. 

Medien und Werbung 

Zahlreiche Fernsehsender (ZDF, RTL, SAT 1, etc.), Hörfunksender und Printmedien (Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Rundschau, Bild, AZ) berichten über die Aktion Schutzengel. Ein von der Werbeagentur Saatchi & Saachti gesponserter Spot für die Aktion Schutzengel wurde in zahlreichen Kinos und Fernsehsendern (auch RTL 2) gezeigt. 

Menschenrechtsarbeit 

Im Rahmen der Menschenrechtsarbeit kooperiert missio unter anderem mit ECPAT, der Arbeitsgemeinschaft gegen kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern. So arbeitete missio an dem Dossier "Den Tätern auf der Spur/Strafverfolgung zur Bekämpfung von sexueller Ausbeutung von Kindern" mit. 

Strafverfolgung der Täter 

Die missio-Projektpartner, Pater Shay Cullen (Philippinen) und Pater Anthony Pinto (Sri Lanka), haben in der Vergangenheit zahlreiche Beweise zusammengestellt, die zur Verurteilung mehrerer pädosexueller Touristen (Thomas Breuer, Viktor Baumann) führten. 

Kandidat für den Friedensnobelpreis 

Auf Grund seines Engagements gegen Kinderprostitution wurde der missio-Projektpartner Shay Cullen für den Friedensnobelpreis nominiert. 

Mahnmal gegen Kinderprostitution 

Bei der Aktion Schutzengel hat missio bislang mehr als 140.000 Menschen (Stand Januar 2003) für die Fotoaktion gewinnen können. Diese Bilder sind mehr als ein Zeichen der Solidarität. Sponsoren spenden für jeden, der sich mit einem Bild beteiligt, einen Euro für Hilfsprojekte. Fotos dieser Unterstützer wurden in ein Mahnmal gegen Kinderprostitution integriert, das am Weltkindertag im Flughafen Düsseldorf präsentiert wurde. Dieses Mahnmal wird auch im Jahre 2003 an  weiteren Flughäfen und in den katholischen Diözesen zu sehen sein. Die Fotoaktion wird ebenfalls weiterlaufen. Denn das große Ziel lautet: 400.001 Engel. 

 
   
 
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Aktion Schutzengel gegen Sextourismus und Kinderprostitution
400.000 deutsche Männer fliegen Jahr für Jahr in die große weite Welt und wollen nur das eine. Einige Tausend von ihnen schrecken selbst vor Sex mit Kindern nicht zurück. Solche Verbrechen machen wütend. Aber nicht ohnmächtig. missio kämpft seit vielen Jahren gegen Kinderprostitution und Sextourismus.
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