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missio-Erklärung

 

  Erklärung zur "Aktion Schutzengel"  
 

 
 

Das katholische Hilfswerk missio unterstützt seit Jahren den Kampf gegen Kinderprostitution durch zahlreiche Hilfsprojekte in Ländern der sogenannten Dritten Welt. In Deutschland kämpft missio gegen die Förderung des Sextourismus und konnte beispielsweise 1997 erwirken, dass in Marco-Polo-Fremdenführern keine Tipps für Sextouristen mehr veröffentlicht werden. 

  1. Verstärkter Kampf gegen Kinderprostitution
    missio fordert alle, die von dieser Problematik berührt sind, zum verstärkten Engagement gegen Kinderprostitution auf:
     

    • Die politisch Verantwortlichen müssen Maßnahmen ergreifen, die die Ursachen von Kinderprostitution bekämpfen. 
    • Die Reisebranche darf sich nicht am lukrativen Geschäft des Sextourismus beteiligen oder als Helfershelfer dienen, wenn z.B. Verträge mit Hotels geschlossen werden, in denen erwiesenermaßen Prostitution betrieben wird. 
    • Die Justizbehörden, die Polizei und Botschaften müssen sich bewusst sein, dass Kinderprostitution ein organisiertes Verbrechen mit Milliardengewinnen ist, das in Brutalität und Auswirkung dem Drogen- und Waffenhandel nicht nachsteht. Entsprechend wirksame Maßnahmen sind gefordert. 
    • missio appelliert an die Freier, mit sich selber ins Gewissen zu gehen. Niemand wird als Pädophiler geboren, aber jeder kann entscheiden, ob er das, was er Trieb nennt, auf Kosten von Kindern auslebt oder nicht. Kinderprostitution ist eine Sünde und ein Verbrechen. Jeder Freier, der das anerkennt bewahrt mit dieser Entscheidung viele Kinder vor der nackten Gewalt. 
  2. Wiedergutmachung für die Opfer
    Nach der Verurteilung von Sexualstraftätern werden die Opfer meist ihrem Schicksal überlassen. Besonders in den Ländern der sogenannten Dritten Welt gibt es kaum Hilfsprogramme für die traumatisierten Kinder. Hier müssen Entschädigungszahlungen eingefordert werden, damit den Opfern der Wiedereinstieg in ein normales Leben erleichtert wird.
     

  3. Therapien für die Täter
    Wirksame Therapien für Sexualstraftäter müssen in Deutschland Pflicht werden. Entsprechende Programme in den Niederlanden können hierbei als Vorbild dienen: 95 Prozent der therapierten Täter werden nicht rückfällig.
     

  4. missio-Kampagne "Schutzengel gegen Kinderprostitution"
    Im Kampf gegen Kinderprostitution startet missio die "Aktion Schutzengel". Durch Medienarbeit und Aktionen auf deutschen Flughäfen wird missio auf die Thematik Kinderprostitution aufmerksam machen. Jährlich fliegen schätzungsweise 400.000 deutsche Sextouristen nach Bangkok, Manila und an andere Zielorte. Mehrere tausend von ihnen schrecken selbst vor Kindern nicht zurück. missio wird die Förderung von Hilfsprojekten auf den Philippinen, Thailand, Indien und Sri Lanka ausbauen. Mehrere Projektpartner von missio leisten dort seelsorgerische und therapeutische Hilfe auch für die Opfer deutscher Sextouristen.
     

 
   
 
Weitere Informationen bieten Ihnen unsere folgenden Webseiten:
 
 
 

Aktion Schutzengel gegen Sextourismus und Kinderprostitution
400.000 deutsche Männer fliegen Jahr für Jahr in die große weite Welt und wollen nur das eine. Einige Tausend von ihnen schrecken selbst vor Sex mit Kindern nicht zurück. Solche Verbrechen machen wütend. Aber nicht ohnmächtig. missio kämpft seit vielen Jahren gegen Kinderprostitution und Sextourismus.
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