Bei der Aktion Schutzengel
lohnt es sich
eventuell zusammen mit anderen Gruppen in die breite Öffentlichkeit
zu gehen und in der Innenstadt eine Cityaktion zu gestalten. Die
meisten Menschen sind auf das Thema Kinderprostitution ansprechbar
und sind dankbar über die Informationen zu diesem
Thema. Wichtig ist vor allem ein
zentraler Platz und eine gute optische Präsenz in der
Fußgängerzone. Hierfür kann für gutes Wetter in der
missio-Diözesanstelle eine Stellwand mit dem Logo der Aktion und
Fotos der prominenten Unterstützer ausgeliehen werden.
Eventuell kann bei einer größeren Aktion auch das Mahnmahl
ausgeliehen werden. Im folgenden werden einige Bausteine für eine
solche Aktion vorgestellt. Lediglich die Fotoaktion sollte auf
jeden Fall durchgeführt werden. Fotoaktion: Jeweils zwei
Freiwillige gehen in der Fußgängerzone mit ihren Kameras und mit
Engelsflügeln auf Passanten zu und sprechen sie an. Zum
Beispiel so: Haben Sie schon
etwas von der Aktion Schutzengel
gehört?Können Sie sich
vorstellen, sich gegen Kinderprostitution zu
engagieren?Würden Sie sich von
uns fotografieren lassen? Dieses
Foto wäre Ihre Unterschrift gegen Kinderprostitution durch
Sextourismus!
Im darauf folgenden Gespräch wird es wahrscheinlich hilfreich sein,
auf die Prominenten hinzuweisen, die sich für die Aktion bereits
haben fotografieren lassen und auf die Großspender von missio, die
bereit sind pro Foto missio € 1,00 für
Schutzengelprojekte
zur Verfügung zu stellen. Die Fotos einiger Prominenter sind auch
in der Schutzengelbroschüre abgebildet, die in großer Stückzahl bei
missio zu erhalten ist und die kostenlos an die Passanten verteilt
werden sollte. Vielleicht lassen sich im Vorfeld der Aktion auch
einige lokale Prominente als Unterstützer gewinnen. missio
garantiert dafür, dass es keinen Missbrauch der Fotos gibt, die an
missio eingeschickt werden.
Übrigens sind Jugendliche häufig die besten Fotosammler. Zur
Motivation am besten gleich eine ganze Jugendgruppe oder
Schulklasse fragen, ob sie sich eine Beteiligung an der Aktion
vorstellen können. Info-Stand: An einem zentralen Bücherstand
können die verschiedenen Materialien der Aktion Schutzengel von
missio und von ECPAT zur Information und zum Verkauf ausliegen.
Dieser Stand sollte von der Person mit den meisten Fachkenntnissen
zum Thema Kinderprostitution und Sextourismus betreut werden. Wenn
einzelne Engel von den Fragen der Passanten überfordert werden,
können sie an den Infostand weiter verweisen. Auf jeden Fall
sollten neben der Fachliteratur auch die Benifizprodukte der Aktion
und die didaktischen Materialien zum Kauf angeboten werden. Verkauf
von Fairhandelsprodukten von PREDA: Einer der wichtigsten Kämpfer
gegen sexuellen Kindesmissbrauch durch Sextourismus ist Father Shay
Cullen. Der irische Ordensmann gründete auf den Philippinen die
Organisation PREDA, die sich für missbrauchte Kinder einsetzt, aber
auch versucht, die Kinderprostitution an den Wurzeln zu bekämpfen.
Eine wichtige Ursache für das boomende Sexgeschäft ist die extreme
Armut der einheimischen Bevölkerung. Deshalb schafft PREDA über den
fairen Handel mit Trockenfrüchten (vor allem Mangos) und mit
Kunsthandwerk neue Überlebensperspektiven für die betroffenen
Menschen. Über den Verkauf dieser Produkte kann auf die Armut als
zentraler Ursache von Kinderprostitution und gleichzeitig auf
Veränderungsmöglichkeiten hingewiesen werden. Die Produkte von
PREDA können im Weltladen oder bei den Fairhandelsorganisationen
dritte-welt partner (dwp) und gepa eingekauft werden.
Auf der Basis eines Mango-Sirups (dwp) kann Mangosaft ausgeschenkt
werden und bei vielen helfenden Händen kann vielleicht auch ein
Mangodessert verkauft werden. Rezepte hierfür gibt es bei den
Fairhandelsorganisationen. Reisebüroaktion: Auch die
Reisebüroaktion kann im Rahmen der Cityaktion durchgeführt werden.
In diesem Fall muss der Besuch im Reisebüro nicht vorher
angekündigt werden. Alle Reisebüros, die vom Aktionsplatz aus gut
erreichbar sind, können besucht werden.
Sich in der Gruppe über die Hintergründe der Aktion Schutzengel
informieren.
In der missio-Diözesanstelle oder bei missio wegen eines Referenten
anfragen.
A ndere Gruppen gewinnen, die sich an der Aktion
beteiligen.
Beim Ordnungsamt bezüglich der Nutzung der Fußgängerzone
anfragen.
Die Verantwortlichkeiten zwischen den Gruppen
aufteilen.
In der missio-Diözesanstelle wegen der Stellwand
anfragen.
Lokale Prominenz zur Unterstützung der Aktion anfragen (Präsenz bei
der Aktion oder Foto).
Material besorgen (Filme, Fotoapparate, Engelsflügel,
Schutzengelbroschüre, Literatur- und Benefizprodukte von missio und
ECPAT, Fairhandelsprodukte).
Pressemitteilung an Medien.
Erstellen von Listen für die Fotoaktion.
Fotos an missio schicken.
Öffentlichkeitsarbeit: Durch eine solche Aktion kann die
Öffentlichkeit nicht nur direkt, sondern über die Medien auch
indirekt erreicht werden. Wichtig ist die Information der Medien
über die Aktion in der Woche vor der Veranstaltung sowie die
Auswahl eines Ansprechpartners für die Presse während der Aktion.
Dieser sollte immer auch über den Verlauf der Aktion Auskunft geben
können. |