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Vor fast genau einem Jahr, am 9. Januar 2005, wurde zwischen dem christlich-animistisch geprägten Süden des Sudan und dem muslimischen Norden ein Friedensabkommen geschlossen. Doch der Weg zum Frieden ist nach 22 Jahren Bürgerkrieg lang und mit Hindernissen gepflastert. Die Menschen im Süden müssen ihren Glauben an eine Zukunft ohne Terror und Gewalt wieder finden. Ihre Häuser und Kirchen sind zerschossen, verbrannt, verfallen. Unzählige Bombenangriffe, das Ausharren in engen Erdbunkern und Todesängste haben in ihren Seelen tiefe Verletzungen hinterlassen. Mindestens zwei Millionen Flüchtlinge wollen nach Hause, zurück in den Süden. Hier stehen sie vor dem Nichts. Ihnen muss geholfen werden, verzeihen zu lernen und friedvoll miteinander zu leben.
Die katholische Kirche im Sudan hilft den Menschen, ihre schlimmen Erfahrungen zu überwinden und Vertrauen in die eigene Zukunft zu fassen. Allerdings kann sie ihren Beitrag zur Friedenssicherung nur mit mehr qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern leisten. Dringend benötigt sie speziell ausgebildetes Personal, um Versöhnungsarbeit zu leisten, Gewaltopfer von Traumata zu heilen und den Aufbau von Schulen und Gemeinden zu organisieren. Dies kann nicht ohne Hilfe von außen geschafft werden, erklärt der Generalsekretär der sudanesischen Bischofskonferenz, Pfarrer Peter Loro Bambu. „Der Glaube bei uns im Sudan braucht auch materielle Hilfe. Und die Spenden der deutschen Katholiken helfen den Menschen im Sudan, als Christen zu leben und zu überleben.“ Diese Solidarität sei ein wichtiges Zeichen für die notleidenden Menschen. Denn so spüren sie, dass sie nicht alleine sind, meint Pfarrer Peter Loro. Wir möchten Sie und Ihre Gemeinde am Afrikatag 2006 herzlich dazu einladen, die Friedensbemühungen unserer sudanesischen Partnerinnen und Partner zu unterstützen. Bitte lassen Sie die Kirche im Sudan nicht im Stich! Damit bis im Jahr 2011, wenn über die Zukunft des Südsudan abgestimmt wird, der Friede das Laufen gelernt hat. Pater Dr. Hermann Schalück ofm Präsident missio Aachen | Pater Eric Englert OSA Präsident missio München |
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