Menschenrechtsverletzungen, Krieg und Hunger sind für Afrikanerinnen und Afrikaner bittere Realität. In Afrika leben 80 Prozent der Menschen von weniger als zwei Euro am Tag. Zwei Drittel der Bevölkerung haben kein sauberes Trinkwasser und auf keinem anderen Kontinent sterben so viele Menschen an Unterernährung, Malaria, Tuberkulose oder AIDS wie in Afrika. Der Norden Ugandas z.B. ist ein humanitäres Notstandsgebiet, das im Moment von der Weltöffentlichkeit kaum wahrgenommen wird. Hier herrscht seit 18 Jahren ein schrecklicher Bürgerkrieg: 1,6 Millionen Menschen verloren den Boden unter den Füßen und sind auf der Flucht. Tausende Kinder wurden entführt und zu Soldaten gemacht.
Die Not fordert uns als Christinnen und Christen heraus: so wie JHWH auf den Schrei seines Volkes in Ägypten hört (vgl. Ex 2,23ff), sind auch wir gefordert, die Hilfeschreie der Menschen zu beantworten. Dabei geht es darum, Zukunft möglich zu machen: "Wer auf einen Hilfeschrei antwortet, denkt an sein Zukunft" (J. Sirach 3,31). In diesem Engagement arbeiten wir mit vielen Menschen zusammen. Wolfgang Niedecken, der Sänger der Gruppe BAP, und Botschafter für die Aktion "Gemeinsam für Afrika" hat bei seiner Afrikareise, die er in der Begleitung des Bundespräsidenten Köhler durchführt, die Motivation für sein Engagement für Afrika deutlich benannt: "Ich möchte nachher nicht dastehen und sagen, ich habe soviel gewusst und nichts geändert. Das haben wir unserer Elterngeneration immer vorgeworfen, dass sie vieles gewusst und nichts geändert haben." Die Katholische Kirche in Uganda ist für viele ein Hoffnungsträger. Sie gibt Antwort: Ein Netzwerk von 700 Katechisten und Laienmitarbeitern leisten in Norden Ugandas pastorale und humanitäre Hilfe. Die Herausforderungen sind enorm. Oft sind die Katechisten nicht nur Seelsorger, religiöse und spirituelle Führer der Menschen, sondern zugleich Lehrer, Gesundheitsberaterinnen, Sozialarbeiter. Sie wissen, wo die Not am größten ist und welche Hilfe am dringendsten gebraucht wird. Und sie wissen, was die Menschen brauchen, um mit Hoffnung leben zu können. Seit Jahren unterstützt missio die Arbeit der Kirche in Uganda. Bei der Kampagne zum Afrikatag 2005 und bei der Jahreskampagne "Ein Euro für Afrika" lädt missio zu solidarischem Handeln ein.
Unser Newsletter möchte Sie auf diese Initiativen aufmerksam machen, Informationen zur Situation der Menschen in Uganda vermitteln und zu praktischer Solidarität motivieren. Heiner Ganser-Kerperin
Leiter des Redaktionsteams |