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/ Home / Angebote, Medien & Presse / Zeitschriften / WELTKIRCHE / 2005 / 02

 


 
Sudan

 
  Hirtenbrief aus Anlass des umfassenden Friedensabkommens
 
 
 


Die Unterzeichnung des umfassenden Friedensabkommens (09.01.05) nach zweieinhalbjähriger Verhandlung zwischen den Bürgerkriegsparteien im Sudan ließ die ganze Welt aufatmen. Eine 21-jährige Konfliktphase schien der Vergangenheit anzugehören. Dennoch musste bald die Freude über die friedliche Einigung den Sorgen über ungünstige Rahmenbedingungen des Wiederaufbaus Platz machen.   
Seit Jahren haben die katholischen Bischöfe im Sudan gegen den Bürgerkrieg agiert. Sie betonten immer die Rolle der internationalen Gemeinschaft bei Friedensbemühungen und forderten ihr stärkeres Engagement. Der Friedensvertrag ist also auch diesen Appellen zu verdanken.
Nach dem Zustandekommen des Vertrages bemühen sich die Bischöfe vor allem um die Neuordnung der zwischenmenschlichen Beziehungen in einer zerrissenen Gesellschaft. Sie unterscheiden zwischen der religiösen und der soziopolitischen Dimension des Friedensprozesses und listen Handlungsanweisungen auf, die in der schwierigen Phase eine Orientierung erleichtern sollen.