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Am 19. Oktober 2003 wurde Mutter Teresa selig gesprochen

 

  Interview mit Pater Schalück über Mutter Teresa  
 

 
 

Pater Schalück, haben Sie Mutter Teresa persönlich kennen gelernt?

 

Pater Schalück: Ich hatte das Glück, Schwester Teresa mehrere Male (...) zu begegnen. Einmal war es beim ersten Besuch des Papstes 1994 in Albanien. (Dass wir zusammen im Flugzeug geflogen sind, war rein zufällig.) Bei dieser Gelegenheit war eine sehr ehrfurchtsvolle Stille an Bord, die nur einmal etwas unterbrochen wurde, als Mutter Teresa eine Stewardess bat, sie möge ihr doch die übrig gebliebenen Stücklein - wie es im Evangelium heißt — eines recht bescheidenen Mittagsmahles (...) überlassen, denn sie wolle diese den Armen geben. Im übrigen bin ich ihr einmal zufällig auf der Straße in Rom begegnet, aber dann ihren Schwestern (...) in sehr schwierigen und beeindruckenden Situationen, wie z. B. (...) im Sudan, in Indonesien, auch mitten in einem Armenviertel (...) und an vielen anderen Orten. Das war auch die lebendige Mutter Teresa.

 

missio hat die Arbeit der Teresa-Schwestern in aller Welt über Jahrzehnte hinweg unterstützt. Wie würden Sie Skeptikern begegnen, die sich kritisch über die Missionarinnen der Nächstenliebe äußern?

 

Pater Schalück: Über Mutter Teresa ist (...) auch manches Kritische gesagt worden (...) Z.B. dass sie ihre Ordensgründung nicht richtig im Griff gehabt haben soll, sie sei schneller gewachsen, als man ihr Struktur habe geben können. Das sind Kriterien, die ihr nicht gerecht werden.(...) Sie war ein beeindruckende Frau, die aus einem tiefen Glauben gelebt hat, das war bei der flüchtigsten Begegnung mir sichtbar, (...) an ihrem Gesicht z.B., an ihrer Art zu sprechen, an ihrer Art, im (...) Gegenüber einen wirklichen Bruder und eine wirkliche Schwester zu sehen. Man muss einfach (...) anerkennen, dass diese Frau aus einem tiefen Gottesglauben, aus einem tiefen Optimismus der Welt einen solchen Impuls gegeben hat, dass sie auch bis hin im säkularen Bereich als Nobelpreisträgerin anerkannt wurde.    

 

Worin sehen Sie das Erfolgskonzept von Mutter Teresa?

 

Pater Schalück: Sie würde wiederum sagen, das bekannte Wort, dass Erfolg kein Name Gottes ist. Aber wenn wir in menschlichen Kategorien von Erfolg reden dürfen (...), dann ist das Erfolgskonzept (...) ihre persönliche Überzeugungskraft. (...) Und, wie gesagt, das Erfolgskonzept ist dann ihr eigenes Beispiel. Ich kann nur bezeugen, durch diese Begegnungen, die ich eingangs geschildert habe, dass ich glaube, die Gemeinschaft ist gerade durch diesen originären evangelischen Geist der Gründerin auf einem richtigen Weg und hat eine Botschaft, die diese Welt braucht.


 


Dieses Interview steht auch als 2,4 MB große Audio-Datei zum Download zur Verfügung.   

 
   
 
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