Unter dem Motto "Lass Frieden regnen" eröffnet das Internationale Katholische Missionswerk missio ab dem 1. Januar 2006 unter der Schirmherrschaft von Gundula Gause (r.) die alljährliche Kampagne zum Afrikatag. Mit den Erlösen aus den bundesweiten Kollekten wird das Spendenwerk kirchliche Programme zur Friedenssicherung im Sudan unterstützen. "Damit die katholische Kirche den Tausenden Opfern des Bürgerkriegs helfen kann", appellierte die Fernsehjournalistin Gundula Gause an die Christinnen und Christen in Deutschland, "benötigen sie dringend unseren finanziellen Beistand. Besonders für die Ausbildung und Qualifizierung kirchlichen Personals."
Am 9. Januar 2005 wurde zwischen dem christlichen Süden und dem muslimischen Norden des Sudan ein Friedensabkommen geschlossen. "Nach 22 Jahren Bürgerkrieg sehnen sich die Menschen nach Frieden und Gerechtigkeit in ihrer Heimat", erklärte Pater Hermann Schalück ofm (l.), Präsident von missio Aachen. "Aber sie müssen ihren Glauben an eine Zukunft ohne Gewalt und Terror erst einmal wieder finden." Über zwei Millionen sudanesische Flüchtlinge wollen nach Hause, zurück in den Süden des Landes. Hier stehen sie vor dem Nichts. Um den Menschen in ihrer Not zu helfen, hat die Kirche im größten Land Afrikas Hilfsprogramme für Versöhnung und Trauma-Heilung sowie für den Aufbau von Häusern, Schulen und Kirchen ins Leben gerufen. Ein weiterer, wichtiger Schwerpunkt liegt in der Ausbildung kirchlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die eine Umsetzung dieser Hilfsprojekte ermöglichen.
Der Afrikatag ist die älteste Kollekte der Welt: Seit nunmehr 115 Jahren appelliert die katholische Kirche an ihre Gläubigen, durch Spenden und Gebete an einer besseren Zukunft für die ärmsten Menschen in Afrika mitzugestalten. Die Kollekten zum Afrikatag finden in den einzelnen Diözesen zu unterschiedlichen Terminen im Januar 2006 statt. |