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Ein großer Missionar ist von uns gegangen

Pressemitteilung vom 03.04.2005
 

  Zum Tod von Papst Johannes Paul II.  
 

 
 

Pater Dr. Hermann Schalück ofm bei Papstaudienz im Mai 2004
„Papst Johannes Paul II. war der beste Missionar, den wir uns wünschen konnten. Sein Tod stimmt uns traurig, sein Erbe ist uns Verpflichtung“, erklärten die beiden missio-Präsidenten Pater Hermann Schalück ofm (r.) und Pater Eric Englert OSA. „In besonderer Weise hat er sich für die Würde des Menschen eingesetzt und der Mission als Begegnung in Respekt ein Gesicht gegeben. Er hat im wahrsten Sinne des Wortes als „Pontifex“ eine Brücke zwischen Gott und den Menschen gebaut aber auch zwischen Kulturen und Religionen“. 

„Weg, Wahrheit und Leben“ - Mission die Verkündigung des Evangeliums in Wort und Leben

Den Päpstlichen Missionswerken der Glaubensverbreitung stand Johannes Paul II. besonders nahe. Anlässlich einer Privataudienz der missio-Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen 2001 in Castel Gandolfo (u.) hatte Johannes Paul II. die fortdauernde Gültigkeit des missionarischen Auftrags betont. Dabei stellte er die Verdienste des Missionswerks besonders heraus. missio sei im Laufe seiner Geschichte zu einem „Meisterstück der missionarischen Kirche geworden“, welchem es gelänge, sowohl die materiellen als auch die spirituellen Bedürfnisse in verschiedenen Missionsgebieten rund um den Erdball zu befriedigen. Die Kirche habe eine missionarische Sendung gegenüber den Völkern, der sie sich nicht entziehen dürfe. „Zu den vordringlichsten Aufgaben der Missio ad gentes gehört in der Tat die Verkündigung, dass der Mensch auf der Suche nach Freiheit und Sinn die Fülle des Lebens im Mysterium Jesu Christi findet, der ihm "Weg, Wahrheit und Leben" ist“, so Johannes Paul II.

Daher könne Mission sich nicht nur als Entwicklungshilfe begreifen. In erster Linie sei die Mission die Verkündigung des Evangeliums in Wort und Leben. „missio hat stets sein Tun vordringlich als Werk der Glaubensverbreitung angesehen“, stellte der Papst fest. Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von missio ist diese persönliche Begegnung im Innenhof der Sommerresidenz Castelgandolfo unvergesslich geblieben.

Pilger im Glauben

Den Völkern die Botschaft Jesu Christi zu bringen, dieser Mission hat sich Papst Johannes Paul II. wie kaum ein anderer Papst vor ihm verschrieben. Davon legt die Enzyklika „Redemptoris missio“ von 1990 ein beredtes Zeugnis ab. "Mission“, so heißt es dort, „ist eine Frage des Glaubens, sie ist ein unbestechlicher Gradmesser unseres Glaubens an Christus und seiner Liebe zu uns". 

Johannes Paul II. hat die Aufgabe der Mission vor allem persönlich vorgelebt. In über hundert Auslandsreisen besuchte er als „Pilger im Glauben“ Länder und Kulturen, stärkte die Menschen in der Hoffnung und setzte sich immer für die Anliegen der Ärmsten und Schwächsten ein. Gegen Ungerechtigkeit und Unterdrückung, für Menschenwürde und Freiheit. Er übte Kritik an rücksichtsloser Globalisierung und gewissenlosem Kapitalismus und bezeichnete den Irak-Krieg als „Niederlage der Menschheit“. Gegen alle zerstörerischen Tendenzen setzte er die Botschaft vom „Gott des Lebens“.

Dialog macht Gott in unserer Mitte gegenwärtig

Vor allem im Umgang mit anderen Religionen und Kulturen schlug Johannes Paul II. ein neues Kapitel auf. Denn er war überzeugt, „dass der Heilige Geist allen die Möglichkeit bietet, mit dem Ostergeheimnis in Berührung zu kommen in einer Weise, die nur Gott kennt.“ Deshalb lud er 1986 erstmals Vertreter der großen Weltreligionen zum interreligiösen Friedensgebet nach Assisi ein. Weitere Treffen folgten. „Durch den interreligiösen Dialog machen wir Gott in unserer Mitte gegenwärtig“ und „in dem Maße, wie wir uns gegenseitig dem Dialog öffnen, öffnen wir uns Gott“, erklärte er seinen Weg. 

missio Aachen und missio München, die Päpstlichen Missionswerke der Glaubenverbreitung in Deutschland, trauern um diese außergewöhnliche, charismatische Persönlichkeit. Papst Johannes Paul II. wird bei missio präsent bleiben, im Gebet, aber auch im täglichen Dienst an der Ausbreitung des Glaubens, für eine Zukunft der Einen Welt in Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung.



 
   
 
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"Padre Papa"
Erinnerung von Pater Hermann Schalück ofm an seine Begegnungen mit Papst Johannes Paul II.
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Botschaft von Papst Johannes Paul II. anlässlich des Weltmissionssonntages 2005
Wir dokumentieren hier die Botschaft des Papstes Johannes Paul II., die er am 22. Februar 2005 schrieb. Veröffentlich wurde das Dokument kurz nach seinem Tod in der Sedisvakanz am 5. April 2005.
 

Botschaft von Papst Johannes Paul II. anlässlich des Weltmissionssonntages 2004
In seiner Botschaft zum Weltmissionssonntag 2004 ruft Johannes Paul II. zu einer geistlichen Erneuerung der Mission angesichts der großen Menschheits-Herausforderungen am Beginn des dritten Jahrtausends auf.