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Völkermord, Hunger und Leid in Afrika machen keine Pause

Pressemitteilung vom 21.01.2005
 

  Gundula Gause, ZDF-Journalistin, und Pater Hermann Schalück ofm, Präsident missio Aachen, rufen auf, die Katastrophen und das Leid in Afrika nicht zu vergessen.  
 

 
 

„Über die Auswirkungen der Flutkatastrophe dürfen die Krisenherde in Afrika nicht aus den Augen verloren werden“, warnen Gundula Gause, Schirmherrin des Afrikatags und Pater Hermann Schalück ofm. „Wir geben den Appell der missio-Partner in Afrika an die Menschen in Deutschland weiter, sie nicht zu vergessen“, erklärten sie heute. Die Menschen in den Krisengebieten Afrikas vertrauten auf das Netzwerk der Hilfe und Seelsorge. Nur eine nachhaltige Projektplanung ermögliche das dichte Netz von Pfarreien, Missionsstationen, kirchlichen Schulen, Gesundheitsstationen und gut ausgebildetem kirchlichen Personal. „In Krisenregionen sind diese Strukturen oftmals die einzigen, die funktionieren und den Menschen verlässliche Hilfe geben“, weiß Gundula Gause aus ihrer Erfahrung als Nachrichtenjournalistin zu sagen. 

missio richtet in der Aktion „1 EURO für Afrika“ den Blick auf Uganda

Mit der ganzjährigen Aktion „Ein Euro für Afrika“ macht missio in diesem Jahr besonders auf das Leid der Menschen in Nord-Uganda aufmerksam. „Christliche Solidarität ist hier vor dem Hintergrund der zu wenig beachteten aktuellen Entwicklung besonders gefordert“, so Gundula Gause. Denn ein seit Wochen geplanter Waffenstillstand zwischen der Regierung und der nord-ugandischen Rebellenbewegung LRA (Lords Resistance Army) kam nicht zu Stande. Die LRA kämpft seit 1986 in Nord-Uganda und operiert vor allem mit Massenvertreibungen, um Familien des Acholi-Volkes zur Überlassung ihrer Kinder als Soldaten und Sexsklaven zu zwingen. Die Spirale der Gewalt dreht sich wieder wei-ter. Mit Spenden unterstützt missio hier ein Netzwerk von 700 Katechisten und Laienmitarbeitern, die eine Selbsthilfe in Städten, Dörfern und Flüchtlingslagern organisieren. Sie holen verwahrloste Jugendliche von der Straße und betreuen Kriegsopfer sowie traumatisierte Kindersoldaten. 

Sudan: Hoffnung trotz humanitäre Katastrophe

Dass die Sudanesen die Deutschen gerade auch nach der Unterzeichnung des Friedensvertrages brauchen, davon ist der Sudan-Experte von missio, Toni Görtz, überzeugt. Denn auch nach dem Friedensabkommen sei das Leben Hunderttausender noch immer von dem anhaltenden Genozid in Darfur überschattet. Bis heute zählen mehr als zwei Millionen Menschen zu den Opfern des seit 21 Jahren andauernden Bürgerkrieges. missio unterstützt die Versöhnungs- und Friedensarbeit der Katholischen Kirche im Sudan seit vielen Jahren.

Glauben bedeutet handeln

Wie eng Glaube, Hoffnung und Handeln zusammengehört, hat Gundula Gause auf Ihrer Reise durch Kenia erfahren. „Es ist wichtig, dass es in Deutschland Menschen gibt, die mit ihren regelmäßigen Spenden den Einsatz der ehrenamtlichen Katechistinnen und Katechisten der katholischen Kirche in Afrika unterstützen“, sagte sie abschließend.

 
   
 
Weitere Informationen bieten Ihnen unsere folgenden Webseiten:
 
 
 

"1 Euro für Afrika": Afrikatag 2005
Seit 18 Jahren herrscht Krieg im Norden Ugandas, dem Land der Acholi. Die Katholische Kirche im Norden Ugandas hat auch in dieser verzweifelten Situation Antwort gegeben und Dank der über 700 Katechisten ein Netzwerk der Hilfe und Seelsorge aufbauen können. Stellvertretend für uns antworten die Katechisten in Gottes Namen, der ihnen Kraft gibt und sie in diesen Dienst berufen hat.
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Uganda
Seit 1986 herrscht Krieg im Norden Ugandas, dem Land der Acholi. In unserer Länderübersicht erhalten Sie detaillierte Informationen über unsere Aktivitäten. Uganda ist ein Schwerpunktland der "Aktion Volltreffer", die sich mit der Problematik der Kindersoldaten auseinandersetzt.
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Sudan
Hier finden Sie weitergehende Informationen zum Sudan: missio-geförderte Projekte, für die Sie online spenden können, Dokumente (u.a. aus den Ortskirchen), die missio-Menschenrechtsstudien sowie weiterführende Informationen aus unserem Internetangebot.
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