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400.000 deutsche Sextouristen fliegen Jahr für
Jahr in Länder wie Thailand oder die Philippinen. Zehntausende
dieser Männer schrecken selbst vor Kindern nicht zurück. „Auf
solche Passagiere können wir verzichten“, erklärt Marco Dadomo,
Pressesprecher der Fluglinie LTU, in der aktuellen Ausgabe des
LTU-Magazins. Das ist kein „Kavaliersdelikt“, so Dadomo.
„Hunderttausende von Kindern, wenn nicht sogar Millionen Mädchen
und Jungen sind hiervon betroffen“.
Zu den Flugzielen der
LTU gehören auch Bangkok, Colombo und Kapstadt und somit jene
Regionen, in die nicht nur Kulturreisende, sondern auch
Sextouristen und Kinderschänder fliegen. Um Flagge zu zeigen, gibt
es jetzt auf jedem Flug der LTU die Infobroschüre der Aktion
Schutzengel gegen Sextourismus und Kinderprostitution. Diejenigen
Passagiere, die einen sauberen Tourismus unterstützen, werden mit
Interesse lesen, wie man sich für die Kinderrechte und
Hilfsprojekte einsetzen kann. Hingegen für Kinderschänder hat die
missio-Broschüre eine passende Botschaft parat: Der deutsche
Sextourist Thomas Breuer wurde von seinem Opfer, dem 11-jährige
philippinischen Mädchen Pia Covera, vor Gericht gebracht. Und in
den Gefängnissen von Bangkok und Colombo sind noch Plätze frei. Nur
an Bord der LTU sind diese Passagiere nicht
willkommen. missio kämpft seit 1999 im Rahmen
der Aktion Schutzengel gegen Sextourismus und Kinderprostitution. Mit Spenden aus Deutschland werden
kirchliche Hilfsprojekte in Ländern wie den Philippinen, Thailand, Sri Lanka, Indien,
Nepal, Kenia
und Südafrika
gefördert. Die Projektpartner schützen Kinder vor sexueller Gewalt
und ermöglichen Mädchen und Jungen den Ausstieg aus der
Prostitution. Sie befreien die missbrauchten Minderjährigen von
ihren traumatischen Erlebnissen und geben ihnen die Chance, ein
neues Leben zu beginnen. Auch das philippinische Mädchen Pia Corvera (l.) fand in einem von missio unterstützten
Kinderschutzzentrum Zuflucht und therapeutische Hilfe.
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