Das
Hilfswerk missio mobilisiert Politiker, Prominente, die
Reisebranche und über 200.000 Unterstützer für den Kampf gegen
Kinderprostitution. Am 24. April startet am Flughafen Düsseldorf
die missio Aktion Schutzengel mit internationalen
Gästen. "99 Prozent der
deutschen Sextouristen können sich einem Gerichtsverfahren
entziehen oder werden erst gar nicht verhaftet. Wenn diese Täter
nach Deutschland zurückkommen, sind auch unsere Kinder in Gefahr",
warnte die Fernsehmoderation Ulla Kock am Brink im Vorfeld der
Veranstaltung zum Thema Sextourismus im Flughafen
Düsseldorf. Am 24. April wird die prominente
missio-Unterstützerin die Informations- und Benefizveranstaltung
moderieren. Politiker, Vertreter der Reisebranche, Prominente und
Betroffene aus Deutschland und den Philippinen werden sich in einer
großen Allianz für einen verstärkten Kampf gegen Sextourismus und
Kinderprostitution einsetzen. So wird die in Brüssel tätige
FDP-Politikerin Silvana Koch-Mehrin über ihre Pläne berichten, das
Thema der Strafverfolgung auf europäischer Ebene stärker in Angriff
zu nehmen. Auf bundesdeutscher Seite unterstützt Christa Nickels
(r.), die menschenrechtspolitische
Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen, bereits
seit Jahren den verstärkten Einsatz gegen Sextourismus und
Kinderprostitution. Sie wird ebenso in Düsseldorf dabei sein wie
der bekannte TV-Moderator Karsten Schwanke.
Aus den Philippinen
wird Schwester Nida Viovicente, die Leiterin eines
Kinderschutzzentrum in Manila, gemeinsam mit einer jungen Studentin
anreisen. Die heute 22-jährige Toni Anne Mercado war als
12-jähriges Mädchen an einen Sextouristen verkauft worden. Später
fand sie Zuflucht in dem von missio unterstützen Serra’s Center. Kooperationspartner
der Veranstaltung sind der Flughafen Düsseldorf und die
Fluggesellschaft LTU, die ab dem 24. April mit missio-Broschüren zum Thema Sextourismus und
Kinderprostitution ihre Passagiere informieren wird.
Im Rahmen der Veranstaltung
wird missio die mehr als 200.000
Solidaritätsfotos der Aktion Schutzengel präsentieren. Sponsoren
hatten zugesagt, für jede fotografierte Person einen Euro für
entsprechende Hilfsprojekte zu spenden. „Wir sind dankbar für diese
Solidarität und die konkrete Hilfe“, erklärte missio-Vizepräsident
Gregor von Fürstenberg. „Mit dem Geld werden wir unter anderem
das Kinderschutzzentrum Serra’s auf den
Philippinen unterstützen“. Gleichzeitig wird im Terminal des
Flughafens Düsseldorf die Ausstellung „Galerie der Engel“ zu sehen sein. Gezeigt
werden Bilder renommierter Fotografen, die zum Beispiel den
Lebensweg von Pia Corvera (r.) dokumentiert haben. Das
philippinische Mädchen war von einem deutschen Sextouristen
missbrauchte worden. Inzwischen ist sie zu einer Symbolfigur im
Kampf gegen Sextourismus und Kinderprostitution geworden. Umrahmt
werden diese Motive von ausgewählten
Unterstützerfotos.
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