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Aktion Schutzengel gegen Sextourismus im Flughafen Düsseldorf

Pressemitteilung vom 06.04.2004
 

   
 

 
 

Das Hilfswerk missio mobilisiert Politiker, Prominente, die Reisebranche und über 200.000 Unterstützer für den Kampf gegen Kinderprostitution. Am 24. April startet am Flughafen Düsseldorf die missio Aktion Schutzengel mit internationalen Gästen.

"99 Prozent der deutschen Sextouristen können sich einem Gerichtsverfahren entziehen oder werden erst gar nicht verhaftet. Wenn diese Täter nach Deutschland zurückkommen, sind auch unsere Kinder in Gefahr", warnte die Fernsehmoderation Ulla Kock am Brink im Vorfeld der Veranstaltung zum Thema Sextourismus im Flughafen Düsseldorf. Am 24. April wird die prominente missio-Unterstützerin die Informations- und Benefizveranstaltung moderieren. Politiker, Vertreter der Reisebranche, Prominente und Betroffene aus Deutschland und den Philippinen werden sich in einer großen Allianz für einen verstärkten Kampf gegen Sextourismus und Kinderprostitution einsetzen.     

So wird die in Brüssel tätige FDP-Politikerin Silvana Koch-Mehrin über ihre Pläne berichten, das Thema der Strafverfolgung auf europäischer Ebene stärker in Angriff zu nehmen. Auf bundesdeutscher Seite unterstützt Christa Nickels (r.), die menschenrechtspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen, bereits seit Jahren den verstärkten Einsatz gegen Sextourismus und Kinderprostitution. Sie wird ebenso in Düsseldorf dabei sein wie der bekannte TV-Moderator Karsten Schwanke.   

Aus den Philippinen wird Schwester Nida Viovicente, die Leiterin eines Kinderschutzzentrum in Manila, gemeinsam mit einer jungen Studentin anreisen. Die heute 22-jährige Toni Anne Mercado war als 12-jähriges Mädchen an einen Sextouristen verkauft worden. Später fand sie Zuflucht in dem von missio unterstützen Serra’s Center.

Kooperationspartner der Veranstaltung sind der Flughafen Düsseldorf und die Fluggesellschaft LTU, die ab dem 24. April mit missio-Broschüren zum Thema Sextourismus und Kinderprostitution ihre Passagiere informieren wird.     

Im Rahmen der Veranstaltung wird missio die mehr als 200.000 Solidaritätsfotos der Aktion Schutzengel präsentieren. Sponsoren hatten zugesagt, für jede fotografierte Person einen Euro für entsprechende Hilfsprojekte zu spenden. „Wir sind dankbar für diese Solidarität und die konkrete Hilfe“, erklärte missio-Vizepräsident Gregor von Fürstenberg. „Mit dem Geld werden wir unter anderem das Kinderschutzzentrum Serra’s auf den Philippinen unterstützen“. Gleichzeitig wird im Terminal des Flughafens Düsseldorf die Ausstellung „Galerie der Engel“ zu sehen sein. Gezeigt werden Bilder renommierter Fotografen, die zum Beispiel den Lebensweg von Pia Corvera (r.) dokumentiert haben. Das philippinische Mädchen war von einem deutschen Sextouristen missbrauchte worden. Inzwischen ist sie zu einer Symbolfigur im Kampf gegen Sextourismus und Kinderprostitution geworden. Umrahmt werden diese Motive von ausgewählten Unterstützerfotos. 

 
   
 
Weitere Informationen bieten Ihnen unsere folgenden Webseiten:
 
 
 

Galerie der Engel
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Die Galerie der Engel zeigt (in einer Flash-Animation) Bilder von Menschen, die Schutzengel sein wollen. Frauen, Männer und Kinder im Trierer Dom, vor dem Westfalenstadion und vor dem Reichstag.
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Serra’s Center: Schutzzentrum für sexuell ausgebeutete Mädchen
Mit dem Mädchenhaus Serra’ Center hat die 45 jährige Oberin der "Oblatenschwestern des Heiligsten Erlösers" in den Philippinen, Schwester Nida Viovicente, im Ballungsraum Manila zwei Zentren aufgebaut, in denen sexuell ausgebeuteten Mädchen geholfen wird.
 

Einladung zur Jubiläums-Veranstaltung
Fünf Jahre "Aktion Schutzengel"
 

Aktion Schutzengel gegen Sextourismus und Kinderprostitution
400.000 deutsche Männer fliegen Jahr für Jahr in die große weite Welt und wollen nur das eine. Einige Tausend von ihnen schrecken selbst vor Sex mit Kindern nicht zurück. Solche Verbrechen machen wütend. Aber nicht ohnmächtig. missio kämpft seit vielen Jahren gegen Kinderprostitution und Sextourismus.
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Was tun gegen Sex-Tourismus?
Nach Schätzungen des katholischen Missionswerks missio reisen jährlich 400.000 Deutsche als Sex-Touristen in Länder der Dritten Welt. Otmar Oehring, Leiter der Fachstelle Menschenrechte bei missio, erläutert die Aktivitäten der vor fünf Jahren gegründeten „Aktion Schutzengel“ in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung (SZ).
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Fachstelle Menschenrechte
Das Anliegen der Fachstelle Menschenrechte ist es, die Kenntnis über die Menschenrechtssituation in den Ländern Afrikas, Asiens und Ozeaniens zu fördern. Um diesem Ziel näher zu kommen engagieren wir uns in der menschenrechtlichen Netzwerkarbeit und fördern den Austausch der Partner missios in Afrika, Asien und Ozeanien mit kirchlichen und politischen Entscheidungsträgern in der Bundesrepublik Deutschland.
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