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15.09.2003: missio Aktion gegen Sextourismus im Flughafen Frankfurt zum Weltkindertag

 

   
 

 
 

Im Alter von 11 Jahren wurde das philippinische Straßenmädchen Pia Corvera von einem deutschen Sextouristen brutal missbraucht. Sie brachte den Täter hinter Gitter und konnte sich durch eine Therapie in einer Einrichtung der katholischen Kirche von ihrem Trauma befreien. Auf Einladung von missio fliegt die heute 18jährige Pia anlässlich der Weltkindertages nach Deutschland, um für den Schutz von Kindern vor Sextouristen zu kämpfen.

„Alle missbrauchten Kinder der Welt sollen aufstehen, sich wehren und für Ihre Rechte kämpfen.“ Mit diesen Appell will Pia Corvera in Deutschland im Rahmen der missio-Kampagne Aktion Schutzengel auf das Thema Sextourismus und Kinderprostitution aufmerksam machen. Dies erklärte die inzwischen 18jährige im Vorfeld der Reise nach Deutschland.  Dabei will sie zahlreiche Veranstaltungen im Umfeld des Weltkindertages zwischen dem 19. und 28. September in Deutschland besuchen. Das ehemalige Opfer eines deutschen Sextouristen steht im Mittelpunkt der Aktion Schutzengel, der missio-Kampagne gegen Sextourismus und Kinderprostitution.  Mehrere Millionen  Minderjährige sind Opfer sexueller Gewalt, schätzen Experten. 

Begleitet wird Pia Corvera von Pater Shay Cullen, dem Leiter des Kinderschutzzentrums PREDA und   Armin Ehl, Vize-Präsident von missio. Die missio-Aktion startet mit einer Pressekonferenz und einer Solidaritätsaktion im Flughafen Frankfurt, wo die Reisegruppe von Manila aus am 19. September landen wird. „Wenn von deutschen Flughäfen aus 400.000 deutsche Sextouristen starten, dürfen wir nicht schweigen“, erklärte Armin Ehl am Freitag in Aachen. „Das Beispiel von Pia zeigt, wie viel wir bewirken können. Der Täter wurde gefasst und durch Spenden konnte eine Therapie für das traumatisierte Kind ermöglicht werden.“

Mit Aktionen im Flughafen Frankfurt am 19. und 20. September ruft missio zum Schutz von Kindern auf und fordert Politiker, die Reisebranche und die Polizei zum verstärkten Kampf gegen sexuelle Gewalt auf. Als Protest gegen jene 400.000 deutschen Sextouristen, die Jahr für Jahr in Länder wie Thailand, Kenia oder auf die Philippinen reisen, präsentiert das Missionswerk die originelle Solidaritäts-Foto-Aktion. „Wir müssen Flagge zeigen und helfen, wenn Kinder in Gefahr sind“, begründet Armin Ehl, Vize-Präsident von missio, die Aktion. „Jedes Foto ist ein Zeichen der Solidarität für den Schutz von Mädchen und Jungen.“ Im Abflugterminal 1 werden am Freitag und Samstag Vormittag Personen mit Engelsflügeln auf dem Rücken und Digitalkameras in der Hand starten und die Reisenden über das Thema der Aktion Schutzengel informieren und um ein Foto bitten. missio-Mitarbeiter und engagierte Unterstützer der Kampagne aus Frankfurt und dem Bistum Limburg, wie der katholische Pfarrer Christian Enke, wollen so auf positive Weise für die Kinderrechte mobilisieren.

Bei bisherigen Veranstaltungen haben über 200.000 Menschen die Aktion unterstützt, darunter Prominente wie Johannes Rau, Sabine Christiansen,  die Tatortkommissare  Klaus J. Behrendt sowie Dietmar Bär und die ehemalige Justizministerin Herta Däubler-Gmelin. Sponsoren haben zusagt bei jeder fotografierten Person einen Euro für Hilfsprojekte zu spenden.

Weitere Veranstaltungen, Gespräche mit Politikern und Fernsehauftritte mit Pia Corvera, Pater Shay Cullen und Armin Ehl sind in der folgenden Woche vorgesehen.

missio kämpft seit vielen Jahren im Rahmen der Aktion Schutzengel gegen Sextourismus und Kinderprostitution. Mit Spenden aus Deutschland werden Hilfsprojekte in Ländern wie den PhilippinenThailandSri LankaIndien, Nepal, Kenia und Südafrika gefördert. Die Projektpartner schützen Kinder vor sexueller Gewalt und ermöglichen Mädchen und Jungen den Ausstieg aus der Prostitution. Sie befreien die missbrauchten Minderjährigen von ihren traumatischen Erlebnissen und geben ihnen die Chance, ein neues Leben zu beginnen.

 
   
 
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