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01.07.2003: Bruchsal wird Schutzengel-Stadt

 

  Aktion Schutzengel in Bruchsal  
 

 
  Im Bürgerzentrum der Stadt Bruchsal wird der Oberbürgermeister Bernd Doll am 1. Juli die Veranstaltung der Aktion Schutzengel eröffnen, in deren Rahmen das missio-Mahnmal gegen Sextourismus und Kinderprostitution präsentiert wird. „Das von der katholischen Hilfsorganisation in Auftrag gegebene Denkmal mahnt uns alle, die Millionen Kinder weltweit und in Deutschland nicht zu vergessen, die Opfer sexueller Gewalt werden“, erklärte Bernd Doll im Vorfeld. Im Rahmen der Aktion Schutzengel unterstützt missio in zehn Ländern wie  Thailand und den  Philippinen Hilfsprojekte für die betroffenen Kinder und protestiert in Deutschland dagegen, dass von hier aus Jahr für Jahr 400.000 Sextouristen in diese Länder starten. Im Rahmen der missio-Kampagne unterstützen Tausende Menschen sowie zahlreiche Schulen, Städte und Initiativen die Aktion Schutzengel.   

Wie wichtig dieses Thema ist, betont die Frauenbeauftragte der Stadt Bruchsal. „Wir brauchen Schutzengel im Kampf gegen Sextourismus und Kinderprostitution, weil die Täter, die in Thailand Frauen und Kinder missbrauchen, irgendwann nach Deutschland zurückkommen“, so Inge Ganter. „Wie viele der insgesamt 400.000 Sextouristen leben in unserer Stadt und unserer Region? Wie viele von ihnen haben es auf Minderjährige abgesehen?"   

Wie sich Eltern, Bürger, Schulen, Politiker, die Polizei und Hilfsorganisationen für den Schutz der Kinder einsetzen können, wird auch Thema der Veranstaltung sein, die organisiert wird von von der missio-Diözesanstelle Freiburg, Caritas Bruchsal und der  Frauen-Union Karlsruhe-Land. „Kinder sind Tabu“, lautet die Botschaft der Aktion Schutzengel, so Norbert Kößmeier von der missio Diözesanstelle Freiburg. „Wir hoffen, mit der Aktion Schutzengel viele Menschen anzusprechen, die sich ebenfalls engagieren wollen.“         

Das Mahnmal der Aktion Schutzengel zeigt auf einer vier mal zweieinhalb Meter großen Wand das Foto des ehemaligen philippinischen Straßenmädchens Pia. Sie hatte ihren Peiniger, einen deutschen Sextouristen, vor Gericht gebracht. Umrahmt wird ihr Bild von tausend Fotos jener Menschen, die die Aktion Schutzengel unterstützen. Bislang haben sich insgesamt über 170.000 Menschen mit diesem Zeichen der Solidarität an der Kampagne beteiligt. Sponsoren spenden wird für jede fotografierte Person einen Euro. Das Geld kommt missio-Projekten gegen sexuelle Gewalt zu Gute.   

Wer sich an der Fotoaktion beteiligen und mehr über die Aktion Schutzengel informieren möchte, für den besteht auch am Samstag, den 12. Juli, auf dem Schönbornplatz dazu Gelegenheit. „Zwischen 9 und 13 Uhr können sich alle Interessierten dort für einen guten Zweck ablichten lassen“, erläutert Norbert Kößmeier die Solidaritätsaktion, „und so zu einem kleinen Schutzengel für die betroffenen Kinder werden.“   

Im Rahmen der Aktion Schutzengel soll das Mahnmal nach Bruchsal später auch auf den Philippinen ausgestellt werden. Zuvor war es bereits von Bundestagspräsident Wolfgang Thierse am Weltkindertag 2002 vor dem Deutschen Reichstag in Berlin präsentiert worden.   

Veranstaltungstermin und Ort:
1. Juli, 17.00 Uhr, im Bürgerzentrum der Stadt Bruchsal,
Am Alten Schloss 22
 

 
   
 
Weitere Informationen bieten Ihnen unsere folgenden Webseiten:
 
 
 

Aktion Schutzengel gegen Sextourismus und Kinderprostitution
400.000 deutsche Männer fliegen Jahr für Jahr in die große weite Welt und wollen nur das eine. Einige Tausend von ihnen schrecken selbst vor Sex mit Kindern nicht zurück. Solche Verbrechen machen wütend. Aber nicht ohnmächtig. missio kämpft seit vielen Jahren gegen Kinderprostitution und Sextourismus.
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