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  • Liebe Gemeinden,
    liebe kfd-Gruppen!

  • Eine Gebetseinladung von missio und der kfd

     

  • Gebetseinladung an Christinnen und Musliminnen - gemeinsame Aktion von missio und der kfd geht weiter

     

      Liebe Gemeinden,
    liebe kfd-Gruppen!
     
     

     
     

    „Missionarisch leben – Begegnung wagen“. In diesem Leitwort zum Monat der Weltmission steckt für uns christliche Gemeinden und Gemeinschaften eine Aufforderung und eine Herausforderung. Wir sollen genau hinschauen, auch über den eigenen Kirchturm hinaus. Dann sehen wir, dass an den Orten, an denen wir leben, zahlreiche Mitbürgerinnen und Mitbürger muslimischen Glaubens leben, Frauen und Männer, die die Begegnung mit Gott suchen und die ihr Leben nach den Maßstäben des Koran ausrichten. Missionarisch leben heißt für uns als Christen, Zeugnis zu geben von dem, was uns wichtig und heilig ist. Begegnung wagen heißt, über den eigenen Schatten zu springen, auf unsere Nachbarinnen und Nachbarn zuzugehen, sie kennen zu lernen und sich in gemeinsamen Anliegen zu treffen. „Dass Christen voll Hoffnung Gespräch und Zusammenarbeit mit den anderen Religionen suchen, ist Gabe des Heiligen Geistes, der ihnen aufträgt, ihren Horizont zu erweitern, über ihre persönlichen Bedürfnisse und die ihrer Gemeinschaften hinauszublicken, die Einheit der ganzen Menschheitsfamilie ins Auge zu fassen und sich auf die geschwisterliche Wanderung zu machen, auf der die Religionen sich gegenseitig begleiten zum transzendenten Ziel.“ 

    (Den Geist von Assisi in dieser Welt lebendig halten.
    Interreligiöse Begegnung auf dem Petersplatz.
    Ansprache von Johannes Paul II. am 28. Oktober 1999)

    Wir sind davon überzeugt, dass es notwendig ist, in unseren Religionen, dem Christentum und dem Islam, das sichtbar zu machen, was uns vereint. Beide verkünden eine Friedensbotschaft, die gelebt werden will. Die Ereignisse und öffentlichen Debatten der letzten Jahre verstellen oftmals den Blick darauf, dass der Kern beider Religionen, des Islam und des Christentums, die Friedensbotschaft ist. Der Gott, den muslimische und christliche Gläubige bezeugen, ist ein Gott des Friedens. Deshalb können wir uns versammeln, um in unserer jeweiligen Tradition für den Frieden zu beten, wie es Papst Johannes Paul II. 1986 beim Gebetstreffen von Assisi vorgelebt hat. Dazu möchten wir Sie ermutigen. Frieden beginnt an dem Ort, an dem wir leben. Wir bitten Sie, im Vertrauen auf den Gott des Friedens und im Gebet zu Ihm der gemeinsamen Sehnsucht nach Frieden Ausdruck zu geben. 

    Ihr
    Pater Dr. Hermann Schalück ofm
    Präsident missio Aachen
     
    Ihr
    Pater Eric Englert OSA
    Präsident Missio München
     
    Ihre
    Magdalena Bogner
    Präsidentin Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd)
     


    P.S.: Downloaden Sie sich hier die Gebetseinladung als PDF-Datei (761 kb).
     
       
     
    Weitere Informationen bieten Ihnen unsere folgenden Webseiten:
     
     
     

    "Friede den Fernen und den Nahen"
    Auftaktveranstaltung der Gebetsinitiative
     

    Gebetseinladung
    Friede den Fernen und den Nahen - Eine Gebetseinladung an ChristInnen und MuslimInnen
     

     
       

      Eine Gebetseinladung von missio und der kfd  
     

     
     

    „Missionarisch Kirche sein – Begegnung wagen“ - das Motto der missio-Kampagne in diesem Jahr ist eine Herausforderung für uns als Christen. Es fordert uns auf, unser Bekenntnis als Christen zu leben und Zeugnis von unserem Glauben abzulegen. Und zugleich fordert es uns auf, über die Grenzen unserer eigenen religiösen und kulturellen Tradition hinaus zu sehen und Menschen anderen Glaubens in ihrer Suche nach Gott kennen zu lernen. So, wie es uns viele Christen im Nahen Osten vormachen: Sie leben im Dialog mit ihrer nicht-christlichen Umwelt und legen dabei Tag für Tag Zeugnis ab von ihrem Glauben. Zum Beispiel die Schwestern vom Guten Hirten in Damaskus. Oder die Fokolaren in Amman, die Räume für Begegnung zwischen Christen und Muslimen schaffen. Diese missio-Partner leben den interreligiösen Dialog im Geiste der Botschaft Christi.   

    Auch wir können diese Botschaft leben. Mit der Gebetseinladung „Frieden den Fernen und den Nahen“ rufen missio Aachen und München zusammen mit der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) zu einer christlich-islamischen Begegnung hier bei uns in Deutschland auf. Schließen Sie sich mit und in Ihrer Gemeinde der Einladung zu einer gemeinsamen multireligiösen Andacht an. In einer Welt voller Terror und Hass sollten wir sichtbar machen, was uns vereint und vor der Welt bezeugen, dass Frieden möglich ist. Der Gott, den muslimische und christliche Gläubige bezeugen, ist ein Gott des Friedens. Deshalb können wir uns versammeln, um in unserer jeweiligen Tradition für den Frieden zu beten, wie es der Heilige Vater 1986 beim Gebetstreffen von Assisi vorgelebt hat. Dazu möchten wir im Oktober, den die Kirche in der ganzen Welt als Monat der Weltmission feiert, besonders ermutigen. 

    Die Gebetseinladung von missio und der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands sowie die dazu gehörenden Materialen können Sie kostenlos in unserem Online-Shop bestellen. Zudem bieten wir Ihnen zahlreiche Materialien auch als Downloads an.

    Die Gebetseinladung von missio Aachen und missio München sowie der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands enthält den Vorschlag für einen Text, mit dem sich eine christlich-islamische Begegnung gestalten lässt. Der Text eignet sich auch als Gebet für eine christliche Gemeinde. Getragen ist der Entwurf von der Überzeugung, dass wir – als Christen und Muslime – eine gemeinsame Verantwortung für Frieden und Gerechtigkeit in der Welt haben. Ein Gedanke, der auch im „Christlichen Hymnus auf die Größe Gottes“ zum Ausdruck kommt:

    Ja, Gott, du hörst das Seufzen der Schöpfung
    und den Schrei der Armen und Gefolterten.
    Wie zu allen Zeiten berufst Du auch heute
    Frauen und Männer,
    Zeuginnen und Zeugen einer unzerstörbaren Hoffnung,
    Poeten und Propheten.
    Sie erinnern daran:
    Der Mensch ist eine Ikone Gottes.
    Gott befreit,
    und deshalb können Menschen einander befreien.
    Liebe ist stärker als der Tod.
    Tyrannen und ihre Ideologien werden immer neu scheitern.
    Aufmerksame und gewaltfreie Begegnung
    nach dem Beispiel Jesu geben der Welt eine gute Zukunft.
    Der Friede ist eine Frucht der Gerechtigkeit.
    Und Gott selbst geht mit uns den Weg der Befreiung.

    Dich, meinen Gott, preise ich.
    Du bist die Quelle von Freude und Hoffnung.
    Deine Namen sind Leben und Friede.

    Du hast mich erschaffen.
    Du lässt mich nicht allein.
    Du gibst meinem Leben ein Ziel.
    Du schenkst mir die Gnade, in Freiheit zu atmen.
    Du weitest meinen Blick.
    Vor allem in der Begegnung mit den Anderen
    darf ich in die Symphonie deiner Schöpfung einstimmen.

     

    Gott, du bist Vater und Mutter alles Geschaffenen.
    Kontinente und Ozeane, Vulkane und Gletscher,
    Regenwälder und Rosen,
    d
    er Mensch als Mann und Frau,
    Kulturen und Religionen,
    alles lebt, weil du selber das Leben bist.
    Das macht mich froh. Und ich spüre in meinem Innersten,

    wie der gesamte Kosmos immer neu aufblüht 
    unter deinem liebevollen Blick
    und dem Wehen deines Geistes.

     

    Du hast auch mich beim Namen gerufen.
    Du hast gesagt, dass ich in deinen Augen schön und wertvoll bin.
    Du hast mich gelehrt, wie ich Dich anreden kann.
    Meine Ängste hast Du vertrieben.
    Meine Horizonte hast du weit gemacht.
    Ich weiß mich von dir geliebt, und deshalb möchte ich
    Herz und Hände für die Anderen öffnen.

     

    Ja, Gott, du hörst das Seufzen der Schöpfung
    und den Schrei der Armen und Gefolterten.
    Wie zu allen Zeiten berufst Du auch heute
    Frauen und Männer,
    Zeuginnen und Zeugen einer unzerstörbaren Hoffnung,
    Poeten und Propheten.

    Sie erinnern daran:
    Der Mensch ist eine Ikone Gottes.

    Gott befreit,
    und deshalb können Menschen einander befreien.
    Liebe ist stärker als der Tod.
    Tyrannen und ihre Ideologien werden immer neu scheitern.
    Aufmerksame und gewaltfreie Begegnung
    nach dem Beispiel Jesu geben der Welt eine gute Zukunft.
    Der Friede ist eine Frucht der Gerechtigkeit.
    Und Gott selbst geht mit uns den Weg der Befreiung.

     

    Und so bin ich Zymbel, Harfe, Bambusflöte

    und Buschtrommel in einem tausendstimmigen Orchester.
    In unzähligen Rhythmen aus allen Stämmen, Völkern und Nationen klingt es:
    Unser Gott ist ein Gott des Lebens und der Freiheit.
    Das Kleine und Unscheinbare ist ihm wichtig und lieb.
    Er hört unser Weinen und trocknet unsere Tränen.
    Sein Evangelium von der Freiheit und Würde
    ist gute Botschaft für alle.
    Gebt sie weiter ohne Furcht.
    Sie bahnt sich unaufhaltsam ihren Weg.
    Aus einer Kraft, die nicht in uns, sondern in Gottes Wort selber liegt.

     

    © Hermann Schalück ofm 2004

     
       
     
    Weitere Informationen bieten Ihnen unsere folgenden Webseiten:
     
     
     

    "Friede den Fernen und den Nahen"
    In dieser Gebetsinitiative finden Sie Elemente für einen Ablauf einer christlich-muslimischen Begegnung, aus denen Sie eine Auswahl treffen können. In der Tradition der Friedensgebete von Assisi möchten missio und die kfd Christen und Muslime einladen, einander in ihrem jeweils eigenen Sprechen zu Gott nahe zu sein und so das gemeinsame Engagement für den Frieden hervorzuheben, ohne bestehende Gegensätze zu verschleiern.
     

    "Friede den Fernen und den Nahen"
    Auftaktveranstaltung der Gebetsinitiative
     

    Monat der Weltmission 2004
    Mit dem Leitwort unserer missio Kampagne im Monat der Weltmission 2004 laden wir Sie ein, in neuer Weise die Begegnung mit anderen Religionen zu wagen. Unser Schwerpunkt in diesem Jahr: der Nahe Osten. Ein Blick in eine der gefährlichsten Konfliktregionen der Welt zeigt uns, dass ein Zusammenleben der Religionen möglich ist. Außerdem: In diesem Jahr gibt es erstmals zum Monat der Weltmission nicht nur das Magazin „Oktober“, sondern auch ein weiter führendes Internetangebot zum Thema!