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  • Was meint "Kleine Christliche Gemeinschaften" in Deutschland
  • Ein weltkirchliches Lernprojekt
  • Grundlage - Herkunft - Projekt in Deutschland
  • Netzwerk in Deutschland und Kontakt

     

  • Grundlagen und Kontakte

     

      Was meint "Kleine Christliche Gemeinschaften" in Deutschland  
     

     
     

     

    Es geht darum, Kirche vor Ort zu leben als Gemeinschaft der Getauften, die aktiv diese Kirche mitgestalten und am Aufbau des Reiches Gottes arbeiten. 

    Kirche muss heute auch in Deutschland zunehmend in großen pastoralen Räumen agieren. In vielen anderen Ländern muss die Kirche dies schon lange und hat dabei eine Struktur entwickelt, die auf dezentrale biblisch-spirituell basierte und sowohl kirchlich als auch sozial in ihrem Lebensumfeld engagierte Gemeinschaften baut. - Eben "Kleine Christliche Gemeinschaften" oder "Kirchliche Basis-Gemeinschaften"

    Daher der Name, der für ein umfangreiches pastorales Modell steht, nicht für eine geistliche Bewegung und nicht einfach für das Setzen auf Gemeinschaften, die klein und Christlich sind. 

    Wie die Strukturen in Deutschland aussehen werden, muss in Prozessen lokaler Kirchenentwicklung mit den Menschen der lokalen Kirche herausgearbeitet werden. Von daher sind Kleine Christliche Gemeinschaften eine konkrete Ausdrucksform lokaler Kirchenentwicklung 

    So verstanden sind 

    „Kleine Christliche Gemeinschaften“…  

    …sozialräumlich organisierte Gruppen, die sich als Kirche vor Ort verstehen. 

     

    … versuchen die Kirchenvision des II. Vatikanischen Konzils zu verwirklichen, in der jede/r Getaufte Träger/in des Hl. Geistes und als Teil dieser Kirche berufen, begabt und beteiligt ist. 

     

    … ermöglichen im BibelTeilen eine lebendige Erfahrung der Gegenwart Gottes, aus der heraus Gemeinschaft wächst. 

     

    … übernehmen konkrete Aufgaben in ihrer Pfarrei und ihrem Lebensumfeld, so dass sie „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst“ ihrer Mitmenschen teilen und auf Not und Herausforderung antworten. 

     

    … verknüpfen tägliches Leben und gelebten Glauben. 

     

    „Kleine Christliche Gemeinschaften“ (KCG) haben vier Merkmale: 

     

    1.   Eine KCG besteht aus Menschen, die einen gemeinsamen Beziehungsraum teilen.                                               („Nachbarschaft“) 

     

    2.   Eine KCG nimmt die Bedürfnisse und Nöte der Menschen in ihrem Umfeld wahr und entdeckt darin den Anruf Jesu.                („Sendung“) 

     

    3.   Eine KCG ist eingebunden in das Kirche-Sein der Ortskirche. Sie ist keine Privatinitiative, sondern verbunden mit der gesamten Kirche.    („Kirche“) 

     

    4.   Eine KCG wächst immer neu aus dem lebendigen Wort Gottes, das sich ihr besonders im BibelTeilen erschließt.                               („Spiritualität“) 

     

    Wenn eine „Kleine Christliche Gemeinschaft“ so lebt, wird das Wort aus dem Johannesevangelium erfahrbar: „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gezeltet.“ Joh 1,14 

    Nationalteam Kleine Christliche Gemeinschaften Deutschland 2011


     
       

      Ein weltkirchliches Lernprojekt  
     

     
     

    In vielen Ländern Afrikas und Asiens hat das pastorale Modell der „Kleinen Christlichen Gemeinschaften“ zum Aufbau lebendiger Gemeinden geführt. Kleine Christliche Gemeinschaften (KCG) sind eine Substruktur von (großen) Pfarreien oder Pfarreiengemeinschaften, durch die vor Ort Kirche in ihren Grundfunktionen lebendig ist: in einer Nachbarschaft, in einem Dorf, in einem Wohnviertel, in einer Institution (Schule, Altenwohnheim, Kindertagesstätte, Krankenhaus etc.).

    Dieser auf einer biblischen Spiritualität basierende partizipative Weg des Kircheseins, der auf der Kirchenvision des 2. Vatikanischen Konzils beruht, erweist sich als adäquate Antwort auf die Frage nach der Zukunft von Gemeinden angesichts knapper werdender personeller und finanzieller Ressourcen sowie angesichts von Strukturveränderungen.

    Erfahrungen mit diesem Weg in Deutschland haben gezeigt, dass in Prozessen lokaler Kirchenentwicklung Visionen, Spirituelle Entwicklungen und konkrete Strukturen mit den Menschen in den Pfarreien entwickelt werden müssen. Die Gemeindemitglieder müssen miteinander sich auf die Suche begeben danach, in welcher konkreten Gestalt Christus sich an ihrem Ort als Kirche „Fleisch werden“ will und wie in dieser Weise Kirche zu sein, das Reich Gottes sichtbar werden kann. 

    Auch in Deutschland zeichnet sich nach gut 10 Jahren der "Inkulturations-Arbeit" dieses pastoralen Ansatzes ab, dass es bei aller regionalen und lokalen Unterschiedlichkeit auch hier auf Dauer nicht ohne lokale dezentrale Gemeinschaften gehen wird. Allerdings musste gelernt werden, dass man nicht mit Gruppengündung beginnen darf (die Gruppen bleiben dann Gruppen neben anderen - z.B. Bibel-Teil-Gruppen - und werden nicht zur Substruktur der Pfarrei), sondern am Anfang mit die Entwicklung einer gemeinsamen, von möglichst allen in der Pfarrei mitgetragenen Vision von Kirche hier vor Ort stehen.

    Auf diesen von missio und dem "Nationalteam Kleine Christliche Gemeinschaften Deutschland" betriebenen Websites wird dieser Lernweg hin zu einer zukunftsfähigen Kirche auch in Deutschland begleitet und unterstützt.

    Hilfen und Anregungen dazu gibt es in anderen Ortskirchen aus Erfahrungen mit einem pastoralen Modell, das in den verschiedenen Ländern unterschiedliche Namen hat. 
    Bei uns hat sich trotz seiner Mißverständlichkeit der Name "Kleine Christliche Gemeinschaften" verbreitet.
     Daher benutzen wir ihn hier.

     
       

      Grundlage - Herkunft - Projekt in Deutschland  
     

     
     

    Grundlagen des Pastoralen Modells der Kleinen Christliche Gemeinschaften
    Auf der Grundlage der Bibel entwickeln diese Gruppen eine intensive und tragfähige Gemeindespiritualität und stellen Christus als Quelle der Inspiration in ihrer Mitte. Dies geschieht vor allem im „Bibel-Teilen“. Hier wird eine spirituelle Erfahrung in Gemeinschaft möglich, bei der sich die Menschen von Gottes Wort berühren lassen und es in den Alltag hineintragen. Das Wort führt die Gemeinschaft zu sozialen Aktionen im konkreten Umfeld und zum Engagement in der Kirchengemeinde, in der sie eng mit anderen Gemeinschaften und den Hauptamtlichen vernetztsind. 

    Woher kommt das pastorale Modell?
    Dieses pastorale Modell, das auf der Ekklesiologie des 2. Vatikanischen Konzils beruht, wurde schon in den 70er Jahren im Lumko-Institut in Südafrika entwickelt und fand weite Verbreitung im südlichen und östlichen Afrika. 
    Seit Mitte den 80er Jahre begannen auch immer mehr asiatische Diözesen mit den Lumko-Materialien zu arbeiten. 1990 entschied sich dann der Zusammenschluss der asiatischen katholischen Bischofskonferenzen (FABC), das Modell der Kleinen Christlichen Gemeinschaften zur Grundoption für die Pas-toral in Asien zu machen. Unter dem Namen AsIPA (Asiatischer integraler pastoraler Ansatz) wurden Schulungselemente entwickelt und das Modell verbreitete sich sehr erfolgreich über ganz Asien.  

    missio-Projekt „Spiritualität und Gemeindeentwicklung“
    Seit dem Jahr 2001 fördert missio das Projekt „Spiritualität und Gemeindeentwicklung – Kleine Christliche Gemeinschaften in Deutschland“, um dieses pastorale Modell auch hier bekannt zu machen und es als Impuls aus der Weltkirche für die Entwicklung der Pastoral anzubieten. 

    Für die Gemeinde der Zukunft
    Dieses pastorale Modell erweist sich auch als adäquate Antwort auf die Frage nach der Zukunft von Gemeinden angesichts knapper werdender personeller und finanzieller Ressourcen sowie angesichts von Strukturveränderungen (Entstehung von Gemeindeverbünden und pastoralen Räumen).

     
       

      Netzwerk in Deutschland und Kontakt  
     

     
     

    KCG in den Diözesen - ein Netzwerk
    In einer Reihe von Diözesen im gesamten deutschsprachigen Raum sind Gemeinden schon sehr konkret auf dem Weg, mit Kleinen Christlichen Gemeinschaften zu arbeiten. 
    Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Diözesen treffen sich einmal jährlich zu einem Vernetzungstreffen (KCG-Jahresstreffen). In Deutschland es gibt ein bundesweites Projektteam (Nationalteam Kleine Christliche Gemeinschaften), das die Aktivitäten koordiniert, Informationen austauscht und Schulungsmodule erarbeitet.

    Kontakt
    Nähere Informationen für Interessenten aus der Pastoral gibt es bei den Ansprechpersonen der beteiligten Diözesen bei den Mitgliedern des "Nationalteams" oder bei den Koordinatoren des missio-Projektes Dr. Simone Rappelmissio in München, und Dieter Tewes, Missionarische Dienste/missio im Seelsorgeamt Osnabrück für missio in Aachen, der auch überregional zur Verfügung steht (weitere Infos hier). 

    Die Schweiz
    hat eine eigene nationale Arbeitsgruppe und eine eigene Website für ihr Projekt "AsIPA.ch - Kleine Christliche Gemeinschaften in der Schweiz": www.asipa.ch