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Was sind Kleine Christliche Gemeinschaften? |
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In universal-kirchlicher Betrachtung sind Kleine Christliche Gemeinschaften zum ekklesiologischen Grundwort geworden. Papst Johannes Paul II. nannte sie kirchliche Basisgemeinschaften und beschrieb sie als ein „Zuhause und eine Familie für alle“ (FC 85). Die Bischöfe Asiens, die Kleine Christliche Gemeinschaften als Leitvision aus der afrikanischen Kirche in den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts übernahmen, betrachten sie als eine „neue Weise Kirche zu sein“.
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Definition von Kleinen Christlichen Gemeinschaften |
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Vier Hauptcharakteristika zeichnen Kleine Christliche Gemeinschaften aus: - Nachbarn versammeln sich in einem Privathaus. Sie versuchen gemeinsam, Glaube und Alltagsleben zu verbinden.
- Sie machen die Bibel zur Grundlage ihres Gemeinschaftslebens, weil sie sich als eine Gruppe verstehen, die im Namen Jesu Christi zusammen kommt. Durch das Bibel teilen versuchen sie, in lebendiger Beziehung mit Jesus Christus zu bleiben, im persönlichen Glauben zu wachsen, ihr Leben an seinem Wort zu orientieren und das Vertrauen untereinander in der Gruppe zu stärken.
- Sie nehmen gemeinsame Aufgaben in Angriff, zu denen Nachbarschaftshilfe, Mitarbeit am pfarrlichen Leben und, ganz besonders auch, sozial-caritative Aufgaben gehören.
- Kleine christliche Gemeinschaften sind durch den Sonntagsgottesdienst, durch den Pfarrgemeinderat und andere Gruppen untereinander und mit der Universalkirche verbunden (Fritz Lobinger, Erfahrungen der jungen Kirchen. Gemeinsam Kirche werden. Kleine christliche Gemeinschaften, Aachen – München 1989, 5).
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Entstehungsgeschichte von Kleinen Christlichen Gemeinschaften in Asien |
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Angeregt durch Impulse des 2. Vatikanums wurden ganz verschiedene Gemeinde-Erneuerungsmodelle in den Ortskirchen Asiens erprobt, deren Ziel es war, Glauben und Leben zusammen zu bringen. Viele dieser Programme kamen aus den Vereinigten Staaten oder wurden aus Europa übernommen. Ende der achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts begannen sich die asiatischen Bischöfe für den unter dem Namen Lumko-Pastoralprogramm in ganz Afrika bekannt gewordenen pastoralen Ansatz zu interessieren und luden Oswald Hirmer nach Singapur ans Pastoralinstitut ein, um die verschiedenen Ortskirchen Asiens über diesen Ansatz zu informieren. Besonders interessiert waren die asiatischen Bischöfe deshalb, weil dieses Pastoralprogramm auf „Bibel teilen“, „kleinen christlichen Gemeinden“ sowie „einen vom Evangelium inspirierten Führungsstil“ basiert. Sie wollten dieses Modell der partizipativen Communio kennen lernen und auf ihren asiatischen Kontext hin übersetzen. Die Arbeit von Oswald Hirmer im asiatischen Kontext zeigte sehr bald erste Früchte, so dass sich die FABC dazu entschloss, die fünfte Plenarversammlung in Bandung 1990 unter anderem dem Thema Gemeindeaufbau und Spiritualität zu widmen. Dort kam es zu der grundlegenden Entscheidung, diesen „New way of being church“ zu übernehmen und das, was sie aus der afrikanischen Geschichte und Wirkungsweise von Lumko gehört hatten, auf den spezifischen Kontext der asiatischen Ortskirche hin zu übertragen. Im Dokument „Journeying together towards the third millennium, The final statement of the fifth plenary assembly of the Federation of the Asian Bishops’ Conference 1990 in Bandung, Indonesia” heißt es unter der Überschrift C ”A new way of being church. Response at the level of being” unter Ziff. 8: “The church in Asia will have to be a communion of communities, where laity, Religious and clergy recognize und accept each other as sisters and brothers. They are called together by the Word of God, which regards as a quasi-sacramental presence of the Risen Lord, leads them to form small Christian Communities (e.g., neighbourhood groups, Basic Ecclesial Communities and “covenant” communities). There, they pray and share together the Gospel of Jesus, living it in their daily lives as they support one another and work together, united as they are ’in one mind and heart.’ It is a participatory Church where the gifts that the Holy Spirit gives to all the faithful – lay, religious and cleric alike – are recognized and activated, so that the church may be built up and its mission realized. Built in the hearts of people, it is a Church that faithfully and lovingly witnesses to the Risen Lord Jesus and reaches out to people of other faith and persuasions in a dialogue of life toward the integral liberation of all. It is a leaven of transformation in this world and serves as a prophetic sign daring to point beyond this world to the ineffable Kingdom that is yet fully to come.”
Basierend auf dieser Grundentscheidung begannen die Bischöfe in vielen Ortskirchen Asiens, ihre traditionellen Pfarreien und Seelsorgeeinheiten umzustrukturieren, wobei dem Aufbau der Kleinen Christlichen Gemeinschaften absolute Priorität zukam. Kleine christliche Gemeinschaften sind Zusammenkünfte von Nachbarn, die ganz bewusst in ihrem Alltag dort, wo sie miteinander leben, Glauben realisieren wollen. Für sie ist die Begegnung im Wort Gottes, die im gemeinsamen Bibel teilen regelmäßig praktiziert wird, Grundlage ihrer Spiritualität. Die Kleinen christlichen Gemeinschaften entscheiden sich ganz bewusst, Jesus Christus in die Mitte ihres Lebens zu stellen. Kennzeichen der Kleinen Christlichen Gemeinschaften ist es also, dass sie christuszentriert sind und diese Christusausrichtung immer neu im Erleben der Begegnung mit dem menschgewordenen Wort Gottes im Bibel teilen einüben. Die Struktur des Bibel teilens ist so angelegt, dass sie jeder ausüben kann. Abwechselnd sind die Mitglieder der kleinen christlichen Gemeinschaft Gastgeber für die Nachbarschaftsgruppe, die sich zum Bibel teilen trifft. Nach einer Schulung (auf Diözesan- oder Dekanatsebene) ist im Grunde jeder befähigt, die sieben Schritte des Bibel teilens zu leiten und sich so in einen dienenden, animierenden, inspirierenden und nicht dominierenden Führungsstil einzuüben, der an Jesus Christus ausgerichtet ist. Kleine christliche Gemeinschaften sind partizipatorisch und gemeinschaftlich. Es geht um eine geteilte Verantwortung am Aufbau der Kirche, wobei jeder und jede seine und ihre Charismen einbringt zum Wohle aller. Die Kirche der Philippinen hat dies mit dem Wort zusammengefasst: „In der Kirche ist niemand so arm, dass er nichts zu geben hätte und niemand so reich, dass er nichts bräuchte“. Es geht um das Einbringen der verschiedenen Talente, das als gegenseitige Bereicherung zum Aufbau der Gemeinde verstanden wird. Kleine christliche Gemeinschaften leben aus der Mitte der Gottesbegegnung mit Jesus Christus und entfalten eine Strahlkraft nach außen hin, die sich in der Übernahme caritativ-sozialer Verpflichtungen zeigt. Wendy Louis, die Direktorin des Pastoralinstituts in Singapur, sagt: „Kleine christliche Gemeinschaften sind christuszentriert, sie sind aber auch offen für jedermann, gerade auch die, die nicht-christlich sind. Christliche Gemeinschaften entfalten eine Strahlkraft und geben ein überzeugendes Glaubensbeispiel, indem sie die Christusbegegnung im Wort Gottes im Alltag durch ihr Tun an den Ärmsten und mit ihnen bezeugen. Kleine christliche Gemeinschaften sind sozial engagiert. Würde dieses Moment fehlen, würden sie auch nicht dieses „neue Art des Kirche seins“ verwirklichen“. In den Kleinen Christlichen Gemeinschaften verwirklicht sich die Communio-Theologie, die herausstellt, dass jeder von Christus dazu berufen ist, Kirche zu gestalten und am Aufbau des Reiches Gottes mitzuwirken. Es geht um die geteilte Verantwortung zum Aufbau der Kirche, die dadurch realisiert wird, dass jeder die ihm spezifischen Charismen (vgl. 1 Kor 12) zum Wohle aller einbringt. Damit verbunden ist die Einübung in einen dienenden Führungsstil, der am Verhalten Jesu Christi Orientierung nimmt. Ziel ist das Miteinander Kirche-sein aller Getauften, die sich ihrer Gnadengaben bewusst geworden sind und sie zum Aufbau der Kirche einbringen. Gänzlich verfehlt wäre es, die Kleinen Christlichen Gemeinschaften unter dem Vorzeichen einer vermuteten Konkurrenz zwischen dem Allgemeinen Priestertum der Gläubigen und dem besonderen Priestertum des kirchlichen Weiheamtes einzuordnen. Der leitende Gedanke ist die Communio, das Berufensein aller zur Gemeinschaft mit Jesus Christus, der Menschgewordenen Liebe Gottes. Wer aber aus der Gemeinschaft mit Jesus Christus lebt, der kann Gemeinschaft in seinem alltäglichen Umfeld realisieren und sich in eine partizipatorische Kirche einüben, die aus der Vielfalt der Gnadengaben lebt, die zueinander im Verhältnis der Komplementarität und nicht der Konkurrenz stehen. |
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Zwischenbilanz für Asien: |
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Kleine christliche Gemeinschaften leben die biblische Vision einer partizipatorischen Kirche und sind - eine Versammlung von Nachbarn,
- machen das Wort Gottes zur Grundlage ihres Alltags, indem sie Jesus Christus in die Mitte ihres Lebens stellen und dabei Jesus Christus als das menschgewordene Wort Gottes im Bibel teilen erfahren.
- Sie nehmen caritative, gesellschaftliche und politische Aufgaben in Angriff
- und sind verantwortlich für das Leben und die Leitung der Pfarrgemeinde.
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Lehramtliche Dokumente zu Kleinen Christlichen Gemeinschaften |
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In seiner Enzyklika Redemptoris Missio von 1990 schreibt Papst Johannes Paul II. in Ziff. 51 unter der Überschrift „Kirchliche Basisgemeinden“ – Verkünder des Evangeliums: „Die kirchlichen Basisgemeinden (bekannt auch unter anderen Namen) wachsen rasch in den jungen Kirchen. Sie werden von den Bischöfen und deren Konferenzen mitunter als pastorale Priorität gefördert und bewähren sich als Zentren der christlichen Ausbildung und missionarischen Ausstrahlung. Es handelt sich dabei um Gruppen von Christen, die sich auf familiärer Ebene oder in begrenztem Umkreis treffen, um zu beten, die Heilige Schrift zu lesen, das Glaubenswissen zu vertiefen und menschliche und kirchliche Probleme im Hinblick auf ein gemeinsames Engagement zu besprechen. Sie sind Zeichen für die Lebendigkeit der Kirche, Hilfe für die Ausbildung und bei der Verkündigung des Evangeliums und wertvoller Ausgangspunkt für eine neue Gesellschaft, die gegründet ist auf die ‚Zivilisation der Liebe’. Solche Gemeinden gliedern und prägen die Pfarrgemeinde, mit der sie stets verbunden bleiben. Sie wurzeln in städtischen und ländlichen Schichten und werden Sauerteig des christlichen Lebens, der Aufmerksamkeit für die Vernachlässigten und des Engagements für die Umwandlung der Gesellschaft. In ihnen erfährt der einzelne Christ Gemeinschaft, fühlt sich selbst als aktives Element und wird angeregt, an der Aufgabe für alle mitzuwirken. Auf diese Weise sind die Basisgemeinden Hilfe zur ersten und zur vertieften Verkündigung des Evangeliums und Ursprung neuer Dienste. Getrieben von der Liebe Christi, bieten sie auch Hilfe an, wie man Spaltungen, Stammesegoismen und Rassismen überwinden kann. Jede Gemeinschaft, die christlich sein will, muss in der Tat in Christus gründen und in ihm leben, im Hören des Wortes Gottes, im Gebet, das seine Mitte in der Eucharistie hat, in der Gemeinschaft, die einig ist in Herz und Sinn, und im Teilen untereinander, entsprechend den Bedürfnissen der Mitglieder (vgl. Apg 2, 42-47). Jede Gemeinde – daran erinnerte Paul VI. – muss in Einheit mit der Teil- und der Gesamtkirche leben, in aufrichtiger Gemeinschaft mit den Hirten und dem Lehramt; dabei bemüht sie sich, missionarisch zu wirken und jede ideologische Abschließung oder Instrumentalisierung zu vermeiden. ‚Da die Kirche Gemeinschaft ist, sind die neuen Basisgemeinden, die wirklich in Einheit mit der Kirche leben, ein wahrer Ausdruck der Gemeinschaft und Mittel, um eine noch tiefere Gemeinschaft zu bilden. Daher geben sie Grund zu großer Hoffnung für das Leben der Kirche’.“
Auf eine Spiritualität der Gemeinschaft, die wichtig ist für die Kirche im 21. Jahrhundert, weist Papst Johannes Paul II. in seinem apostolischen Schreiben Novo Millennio Ineute vom 6. Januar 2001 hin. Er akzentuiert explizit die Begegnung mit Gottes Wort, das eine Grundlage christlicher Spiritualität ist und die Gemeinschaft der Kirche von innen her fördert und bereichert (vgl. Ziff. 40-46): „40. Uns vom Wort nähren, um im Bemühen um die Evangelisierung ‚Diener des Wortes zu sein’: Das ist mit Sicherheit eine Priorität für die Kirche am Beginn des neuen Jahrtausends. Der Bestand einer ‚christlichen Gesellschaft’, die sich, trotz der vielen Schwächen, die das Menschliche immer kennzeichnen, ausdrücklich an die Werte des Evangeliums hielt, gehört inzwischen auch in den alten Evangelisierungsgebieten der Vergangenheit an. Heute muss man sich mutig einer Situation stellen, die im Zusammenhang mit der Globalisierung und der neuen gegenseitigen Verflechtung von Völkern und Kulturen, die sie mit sich bringt, immer vielfältiger und anspruchsvoller wird. Unzählige Male habe ich in diesen Jahren den Aufruf zur Neuevangelisierung wiederholt. Ich bekräftige ihn jetzt noch einmal, vor allem um darauf hinzuweisen, dass es unbedingt nötig ist, in uns wieder den Schwung des Anfangs dadurch zu entzünden, dass wir uns von dem glühenden Eifer der apostolischen Verkündigung, die auf Pfingsten folgte, mitreißen lassen. Wir müssen uns die glühende Leidenschaft des Paulus zu Eigen machen, der ausrief: ‚Weh mir, wenn ich das Evangelium nicht verkünde!’ (1 Kor 9,16). Diese Leidenschaft wird es nicht versäumen, ein neues missionarisches Engagement in der Kirche zu wecken, das nicht einer kleinen Schar von ‚Spezialisten’ übertragen werden kann, sondern letztendlich die Verantwortung aller Glieder des Gottesvolkes einbeziehen muss. Wer Christus wirklich begegnet ist, kann ihn nicht für sich behalten, er muss ihn verkündigen. Ein neuer apostolischer Aufbruch tut Not, der als tägliche Verpflichtung der christlichen Gemeinden und Gruppen gelebt werden soll. Der andere große Bereich, wo sich ein entschlossenes Engagement, für die Planung auf der Ebene der Gesamtkirche und der Teilkirchen ausdrücken muss, ist die Gemeinschaft (koinonia, communio), die das eigentliche Wesen des Geheimnisses der Kirche verkörpert und deutlich macht. Die Gemeinschaft ist Frucht und sichtbarer Ausdruck jener Liebe, die aus dem Herzen des ewigen Vaters entspringt und durch den Geist, den uns Jesus schenkt (vgl. Röm 5,5), in uns ausgegossen wird, um aus uns allen ‚ein Herz und eine Seele’ (Apg 4,32) zu machen. Durch die Verwirklichung dieser Liebesgemeinschaft Offenbart sich die Kirche als ‚Sakrament’, das heißt als ‚Zeichen und Werkzeug für die innigste Vereinigung mit Gott wie für die Einheit der ganzen Menschheit’. 43. Die Kirche zum Haus und zur Schule der Gemeinschaft machen, darin liegt die große Herausforderung, die in dem beginnenden Jahrtausend vor uns steht, wenn wir dem Plan Gottes treu sein und auch den tief greifenden Erwartungen der Welt entsprechen wollen. Was bedeutet das konkret? Auch hier könnte die Rede sofort praktisch werden, doch es wäre falsch, einem solchen Anstoß nachzugeben. Vor der Planung konkreter Initiativen gilt es, eine Spiritualität der Gemeinschaft zu fördern, indem man sie überall dort als Erziehungsprinzip herausstellt, wo man den Menschen und Christen formt, wo man die geweihten Amtsträger, die Ordensleute und die Mitarbeiter in der Seelsorge ausbildet, wo man die Familien und Gemeinden aufbaut. Spiritualität der Gemeinschaft bedeutet vor allem, den Blick des Herzens auf das Geheimnis der Dreifaltigkeit zu lenken, das in uns wohnt und dessen Licht auch auf dem Angesicht der Brüder und Schwestern neben uns wahrgenommen werden muss. Spiritualität der Gemeinschaft bedeutet zudem die Fähigkeit, den Bruder und die Schwester im Glauben in der tiefen Einheit des mystischen Leibes zu erkennen, d. h. es geht um "einen, der zu mir gehört", damit ich seine Freuden und seine Leiden teilen, seine Wünsche erahnen und mich seiner Bedürfnisse annehmen und ihm schließlich echte, tiefe Freundschaft anbieten kann. Spiritualität der Gemeinschaft ist auch die Fähigkeit, vor allem das Positive im Anderen zu sehen, um es als Gottesgeschenk anzunehmen und zu schätzen: nicht nur ein Geschenk für den anderen, der es direkt empfangen hat, sondern auch ein ‚Geschenk für mich’. Spiritualität der Gemeinschaft heißt schließlich, dem Bruder ‚Platz machen’ können, indem ‚einer des anderen Last trägt’ (Gal 16,2) und den egoistischen Versuchungen widersteht, die uns dauernd bedrohen und Rivalität, Karrierismus, Misstrauen und Eifersüchteleien erzeugen. Machen wir uns keine Illusionen: Ohne diesen geistlichen Weg würden die äußeren Mittel der Gemeinschaft recht wenig nützen. Sie würden zu seelenlosen Apparaten werden, eher Masken der Gemeinschaft als Möglichkeiten, dass diese sich ausdrücken und wachsen kann. …
45. Die Räume der Gemeinschaft müssen im gesamten Leben jeder Kirche Tag für Tag auf allen Ebenen gepflegt und ausgeweitet werden. Hier muss die Gemeinschaft zum Strahlen kommen in den Beziehungen zwischen Bischöfen, Priestern und Diakonen, zwischen Hirten und dem ganzen Volk Gottes, zwischen Klerus und Ordensleuten, zwischen kirchlichen Vereinigungen und Bewegungen. Zu diesem Zweck muss man die vom Kirchenrecht zur Mitarbeit in der Teilkirche vorgesehenen Organe, wie die Priester- und Pastoralräte, immer besser zur Geltung bringen. Sie folgen zwar bekanntlich nicht den Kriterien der parlamentarischen Demokratie, weil ihre Arbeit Beratungs- und nicht Entscheidungscharakter hat; doch verlieren sie deshalb nicht an Bedeutung. Theologie und Spiritualität der Gemeinschaft bewirken nämlich ein wechselseitiges Zuhören zwischen Hirten und Gläubigen. Dadurch bleiben sie einerseits in allem, was wesentlich ist, apriori eins, und andererseits führt das Zuhören dazu, dass es auch in den diskutierbaren Fragen normalerweise zu ausgewogenen und gemeinsam vertretbaren Entscheidungen kommt.
Zu diesem Zweck müssen wir uns die alte pastorale Weisheit zu eigen machen, welche die Hirten, ohne jegliche Schmälerung ihrer Autorität, dazu ermutigte, das ganze Volk Gottes so weit wie möglich anzuhören. Bezeichnend ist, woran der heilige Benedikt den Abt des Klosters erinnert, wenn er ihn auffordert, auch die jüngsten Mitglieder zu befragen: ‚Der Herr offenbart oft einem Jüngeren, was das Bessere ist’, Und der heilige Paulinus von Nola mahnt: ‚Wir wollen an den Lippen aller Glaubenden hängen, weil in jedem Gläubigen der Geist Gottes weht’. … 46. Diese Sicht von Gemeinschaft ist eng verbunden mit der Fähigkeit der christlichen Gemeinschaft, allen Gaben des Geistes Raum zu geben. Die Einheit der Kirche bedeutet nicht Einförmigkeit, sondern: organische Integration der legitimen Verschiedenheiten. Es geht um die Wirklichkeit, dass die vielen Glieder in einem Leib verbunden sind, dem einzigen Leib Christi (vgl. 1 Kor 12,12). … In diesem Zusammenhang bekommt auch jede andere Berufung ihre Bedeutung, die letztlich im Reichtum des im Sakrament der Taufe empfangenen neuen Lebens wurzelt. Besonders muss man immer besser die Berufung entdecken, die den Laien zu Eigen ist. Sie sind dazu berufen, "in der Verwaltung und gottgemäßen Regelung der zeitlichen Dinge das Reich Gottes zu suchen" und "durch ihr Bemühen um die Evangelisierung und Heiligung der Menschen" die ihnen eigenen Aufgaben in Kirche und Welt zu erfüllen. Genauso bedeutsam für die Gemeinschaft ist die Verpflichtung, die verschiedenen Wirklichkeiten von Zusammenschlüssen zu fördern. Ob in den traditionelleren Formen oder in den neueren Formen der kirchlichen Bewegungen, jedenfalls hören sie nicht auf, der Kirche eine Lebendigkeit zu verleihen, die Geschenk Gottes ist und einen echten "Frühling des Geistes" darstellt. Natürlich müssen die Verbände und Bewegungen sowohl in der Universalkirche als auch in den Teilkirchen in vollem Einklang mit der Kirche und im Gehorsam gegenüber den authentischen Weisungen der Bischöfe arbeiten. Für alle gilt aber auch die anspruchsvolle und deutliche Mahnung des Apostels: ‚Löscht den Geist nicht aus! Verachtet prophetisches Reden nicht! Prüft alles und behaltet das Gute!’ (1 Thess 5,19-21).“
Das Nachsynodale apostolische Schreiben von Papst Johannes Paul II. „Ecclesia in Asia“ betont unter Ziff. 25: „In erster Linie kann sich nämlich in der Diözese die Vision der Gemeinschaft einer Gemeinde inmitten jener komplexen sozialen, politischen, religiösen, kulturellen und wirtschaftlichen Realität Asiens bewahrheiten. Kirchliche Gemeinschaft beinhaltet, dass jede Ortskirche zu dem werden muss, was die Synodenväter eine teilnehmende Kirche genannt haben, das heißt eine Kirche, in der jeder seine eigene Berufung lebt und sie in seine Rolle einfügt, damit die Gemeinschaft für die Mission und Mission der Gemeinschaft errichtet werden kann. Das Charisma des einzelnen Mitglieds muss anerkannt, entfaltet und in wirksamer Weise eingesetzt werden. Genauer gesagt heißt das, es besteht eine Notwendigkeit, eine größere Einbeziehung der Laien und Ordensleute in Seelsorgeprogramme und den Entscheidungsprozess zu fördern und zwar mit Hilfe von Strukturen, die diese Teilnahme ermöglichen.“
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Bilanz der lehramtlichen Dokumente |
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Das Modell der Kleinen Christlichen Gemeinschaften steht für eine Spiritualität der Communio, die zum Aufbau einer Zivilisation der Liebe beiträgt. Sie realisiert lebendige Kirche vor Ort in der Partizipation möglichst vieler am Aufbau der Gemeinde. Kleine christliche Gemeinschaften sind Ausdruck der Gemeinschaft des Volkes Gottes, die Christus in ihre Mitte stellt und aus dieser Christusmitte her das tägliche Leben realisiert. Kleine christliche Gemeinden konkretisieren im Prinzip der Kollegialität die partizipatio actuosa und sind so ein Symbol des gelebten Allgemeinen Priestertums. Ihre Spiritualität der Gemeinschaft, die im Anteil haben am Wort Gottes, im Hören auf sein Wort gründet, dient der Gemeindebildung und trägt dazu bei, dass Kirche eine communio wird, in der der Geist Gottes lebendig ist.
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Theologische Grundlegung: Communio-Theologie des Volkes Gottes |
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Kleine Christliche Gemeinschaften realisieren das biblisch und theologiegeschichtlich (argumentatio ex traditione) grundgelegte Modell der Ecclesia als Gemeinschaft derer, die vom Herrn herausgerufen ist (griech.: ek-kalein). In dieser Gemeinschaft ist das Wort Gottes lebendig und wird zum Wort des Lebens, aus dem sich der Alltag gestaltet. Biblische und frühchristliche Gemeindemodelle greifen den Gedanken der Communio auf: so etwa die Hausgemeinden, die der Apostel Paulus gründete (vgl. Röm 16), die durch das Einbringen der Charismen möglichst aller (vgl. 1 Kor 12) gebaut werden. Die Gemeinde der Glaubenden lebt vom Geist dessen, der sie zur Gemeinschaft berufen hat. Das heißt, er ruft sie heraus, eine Gemeinschaft von Schwestern und Brüdern zu sein, die den Geist der Liebe und der Wahrheit realisieren (vgl. dazu Apg 2,43-47; 4,32-37; Eph 4,1-16; Röm 12,4-13; 1 Joh 3,10-18; Joh 17,18-23). Das ekklesiologische Grundmodell der Communio, die durch die Vielfalt der eingebrachten Charismen lebt, ist das theologische Programm des 2. Vatikanums, das in der Kirchenkonstitution Lumen Gentium (LG) in mehreren Ziffern auf den Gedanken der Kirche als Communio des Volkes Gottes verweist. An prominenter Stelle hält beispielsweise LG 9 den Gemeinschaftsgedanken der Kirche fest: „Zu aller Zeit und in jedem Volk ruht Gottes Wohlgefallen auf jedem, der ihn fürchtet und gerecht handelt. Gott aber hat es gefallen, die Menschen nicht einzeln unabhängig von aller wechselseitigen Verbindung zu heiligen und zu retten, sondern sie zu einem Volke zu machen, das ihn in Wahrheit anerkennen und ihm in Heiligkeit dienen soll.“ LG 10 notiert zum Allgemeinen Priestertum: „Christus, der Herr, hat das neue Volk zum Königreich und zu Priestern für Gott und seinen Vater gemacht. Durch die Wiedergeburt und die Salbung mit dem Heiligen Geist werden die Getauften zu einem geistigen Bau und einem heiligen Priestertum geweiht, damit sie in allen Werken eines christlichen Menschen geistige Opfer darbringen und die Machttaten dessen verkünden, der sie aus der Finsternis in sein wunderbares Licht berufen hat. So sollen alle Jünger Christi ausharren in Gebet und gemeinsam Gott loben und sich als lebendige, heilige, Gott wohlgefällige Opfergabe darbringen. Überall auf Erden sollen sie für Christus Zeugnis geben und allen, die es fordern, Rechenschaft ablegen von der Hoffnung auf das ewige Leben, die in ihnen ist.“ (vgl. die Ausführungen zum Allgemeinen Priestertum und der Anteilhabe des Gottesvolkes am prophetischen Amt Christi in der Verbreitung seines lebendigen Zeugnisses, vor allem durch ein Leben in Glauben und Liebe, in LG 12ff). Zur Vielfalt der verschiedenen Charismen, die am Aufbau der Gemeinschaft der Kirche beteiligt sind, heißt es in LG 32: „Die heilige Kirche ist Kraft göttlicher Einrichtungen wunderbarer Mannigfaltigkeit geordnet und geleitet. ‚Wie wir nämlich an dem einen Leibe viele Glieder haben, die Glieder aber nicht alle den gleichen Dienst verrichten, so sind wir als viele wie ein einziger Leib in Christus, als Einzelne aber untereinander Glieder’ (Röm 12,4f). Eines ist also das auserwählte Volk Gottes: ein Herr, ein Glaube, eine Taufe. Gemeinsam die Würde der Glieder aus ihrer Wiedergeburt in Christus, die Gnade der Kindschaft, gemeinsam die Berufung zur Vollkommenheit, eines ist das Heil, eine die Hoffnung und ungeteilte Liebe, es ist also in Christus und in der Kirche keine Ungleichheit auf Grund von Rasse und Volkszugehörigkeit, sozialer Stellung oder Geschlecht, denn es gilt nicht mehr Jude und Grieche, nicht mehr Sklave und Freier, nicht Mann, nicht Frau, denn alle seid ihr einer in Christus Jesus. Wenn also in der Kirche nicht alle den selben Weg gehen, sind doch alle zur Heiligkeit berufen und haben den gleichen Glauben erlangt in Gottes Gerechtigkeit. … Die im Volk Gottes versammelten und dem einen Leibe Christi unter dem einen Haupt eingefügten Laien sind, wer auch immer sie sein mögen, berufen als lebendige Glieder all ihre Kräfte, die sie durch das Geschenk des Schöpfers, die Gnade des Erlösers, empfangen haben, zum Wachstum und zur ständigen Heiligung der Kirche beizutragen. Das Apostolat der Laien ist Teilnahme an der Heilssendung der Kirche selbst. Zu diesem Apostolat werden alle vom Herrn selbst durch Taufe und Firmung bestellt, durch die Sakramente vor allem aber durch die heilige Eucharistie wird jene Liebe zu Gott und den Menschen mitgeteilt und genährt, die die Seele des ganzen Apostolates ist, die Laien sind besonders dazu berufen, die Kirche an jenen Stellen und in den Verhältnissen anwesend und wirksam zu machen, wo die Kirche nur durch sie das Salz der Erde werden kann. So ist jeder Laie kraft der ihm geschenkten Gaben zugleich Zeuge und lebendiges Werkzeug der Sendung der Kirche selbst nach dem Maß der Gabe Christi.“ Die in den Dokumenten des 2. Vatikanums entfaltete Communio-Theologie des Volkes Gottes gründet letztlich auf der trinitarischen Selbstmitteilung der Liebe Gottes, der sich mitteilt, das heißt der sich Communio-stiftend kommuniziert und so Anteil an der Gemeinschaft mit ihm gibt. Nichts anderes ist also die Communio-Theologie des Volkes Gottes als konkretisierte Teilhabe an Gottes sich selbst mitteilender Liebe. Kleine christliche Gemeinschaften verwirklichen genau dieses und realisieren in ihrem Wesen die Fortsetzung des sich mitteilenden und Gemeinschaft stiftenden Gottes.
Anthropologisch realisieren Kleine Christliche Gemeinschaften das Grundbedürfnis nach Gemeinschaft. Der Mensch ist nämlich im leibnizschen Sinne ein nicht-monadisches Wesen, das Gemeinschaft lebt und durch diese konstituiert wird. Die Existentialphilosophie Martin Bubers drückt dies zum Beispiel in dem Satz aus, dass das Ich und das Du aneinander in einem Prozess der Wechselseitigkeit wachsen, das heißt, dass das Ich gar nicht anders existieren kann als im Miteinander mit einem Du. In der Begegnung der Menschen ist das Potenzial der Neuschöpfung einer Gemeinschaft des aus Ich und Du gebauten WIR enthalten, die in dem Sinne neu ist, dass etwas was es vorher so noch nicht gab, durch die Begegnung der Menschen geworden ist. Heinrich Rombach formulierte dieses in dem Satz, dass das Wir der Gemeinschaft durch wechselseitige Hebung von Ich und Du entstanden ist. Kleine Christliche Gemeinschaften leben also das existentielle Grundbedürfnis des Menschen nach Gemeinschaft und finden dafür durch die Communio-Theologie, die in der trinitarischen Mitteilung der Liebe Gottes begründet liegt, ihre theologische Begründung, die in den lehramtlichen Dokumenten reich entfaltet ist (vgl. KKK 776-800).
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Ausblick auf die Situation in Indien - Jyotirmai und DIIPA |
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In dem Dokument der Bischofskonferenz für Andhra Pradesh, verabschiedet am 22. Februar 2001 „Vision and Action Plan of the Catholic Church in Andhra Pradesh“ finden sich deutliche Hinweise für eine partizipatorische Kirche. Im Abschnitt über Mission wird zum Beispiel auf das Allgemeine Priestertum verwiesen: „We, the Catholics of AP are made one by our Baptism in Christ (Gal 3,27-29)“. Von diesem Allgemeinen Priestertum aller, die getauft sind, baut sich der Ruf nach der Verschiedenartigkeit der Nachfolge auf, wobei im Anschluss an Ecclesia in Asia Ziff. 25 hervorgehoben wird: „Called to be a ‚participatory church’ a church, in which all live their proper vocation and fulfill their proper roles as member of the Mystical Body. We respond to fulfil our vocation in the mission of the Church as laity, religious and clergy. In our endeavour to bear witness to Christ by our life and proclamation, we strive to give expression to it in our Telugu culture.” Unter Kapitel 4. “Evangelization” wird angegeben, dass es ein pastorales Ziel ist, dass die Gläubigen mit der Bibel mehr vertraut werden: “Introduce the seven-step Bible prayer service, which contains the read-reflect-community action process and helps the community to become Word centred.“ In diesem Zusammenhang wird unter Ziffer 4 auf die Bedeutung von Basic Christian Communities verwiesen: „Basic Christian Communities are ‚a genuine force for Evangelization’ and considered ‚as a positive feature of the Church’s evangelising activity’ (EA 25) . Since they are a solid starting point for building a new society and the expression of a civilisation of love, every parish should introduce BCC.” Auffallend ist dabei die Soll-Formulierung, dass jede Pfarrei Kleine Christliche Gemeinschaften einführen möge, was einen Rückschluss darauf zulässt, dass dies noch nicht durchgängig in Andhra Pradesh realisiert ist. Im Schlussabsatz 13 „Conclusion“ wird ganz explizit noch einmal auf das leitende Modell einer partizipatorischen Kirche verwiesen wenn es heißt: „As we, the Catholic Church in Andhra Pradesh, journey in the Third Millenium with renewed hearts and minds, open to the inspiration of the Holy Spirit, we wish to bring about the Participatory model of the Church.“ In dem zitierten “Vision and Action plan of the Catholic Church of Andhra Pradesh” finden sich zahlreiche Hinweise auf eine Communio-Theologie und deren Fundierung in verschiedensten lehramtlichen Dokumenten. Wegweisend wird immer wieder „Ecclesia in Asia Ziff. 25“ zitiert. Es ist zu folgern, dass diese Stellungnahme das große Vorzeichen ist, unter dem der Pastoralplan für Andhra Pradesh in seinen communio-theologischen Ansätzen gründet. Von theologischer Seite her ist in diesem diözesanen Aktionsprogramm nichts anzutreffen, was der Kompatibilität mit DIIPA (Indian adaption of AsIPA) gegensätzlich wäre. Vgl. die dazu in Kopie beigefügten „National Report of the DIIPA Programme“ zur dritten Vollversammlung von AsIPA in Südkorea 2003. Darin wird ausdrücklich betont, dass es um eine Kontextualisierung von AsIPA auf den spezifisch indischen Hintergrund geht. Wobei unter dem Abschnitt „Developing“ erklärend steht: „The spirit is always present and active in the community, renewing, challenging and transforming the community continuously, helping the community to respond in the Kingdom way to the changing situation and needs of the people in different places and times.” Und unter der Überschrift “Indian” steht: “We want to empower the people of India to respond to this vision together as a people from within their life context. In this way they make this vision their own and take the responsibility to realize it in their life. We seek the integral growth of the whole person, integrating bode and soul, secular and sacred, theory and practice, faith and life, clergy and laity into one body.” Hier ist ganz ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es um einen ganzheitlichen Ansatz geht, der nicht nur die spirituelle Dimension in der Entwicklung eines Menschen anspricht, sondern auch seine soziokulturelle und wirtschaftliche Kontextualisierung. Es wäre missverstanden, DIIPA nur auf Spiritualität und Gemeindeerneuerung hin zu begrenzen. DIIPA verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz in der Entwicklung des Menschen, zu der eben auch das sozial-caritative Engagement der Kleinen Christlichen Gemeinschaften gehört. Während DIIPA unter “Christ centred” und “community centred” hervorhebt, dass in der Kirche Führungsstil „non-dominating leadership“ bedeutet, der sich an Jesus Christus ausrichtet, hebt das „DIIPA Vision and Mission statement“ hervor „Our Vision is ‚a Communion of Small Communities where laity, clergy and religious live and collaborate with each other as brothers and sisters. Evangelized by the Word of God and enlightened by the teaching of the Church they pray, share, discern the plan of God for them and reach out in service for the total transformation of the lives, their neighbourhood and society” (vgl. Nationalbericht Indien bei der III. Vollversammlung von AsIPA in Südkorea 2003). PD Dr. theol. habil. Simone Rappel Leitung Bereich Bildung und Pastoral, missio München 27. Juni 2005 |
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