Die Bekannteste Weise des Bibel-Teilens sind die "7 Schritte".
Hier finden Sie die Anweisungstexte, die der/die Leitende während des Bibelteilens vorliest. Wenn jede/r Leitende (auch der theologisch ausgebildete) sich einfach an diesen Text hält und nicht kreativ eigenes sagt (und Veränderungen produziert), wird sich jede/r in der Gruppe einmal zutrauen, die Leitung mit Hilfe dieses Textes zu übernehmen. Der partizipative Ansatz von AsIPA wird so realisiert. Das ,,Bibel-Teilen als Lebensspiegel“ kann einer Gruppe von Gläubigen helfen, über ihre unmittelbaren persönlichen Bedürfnisse und Interessen hinauszuschauen. Hier gibt es kein ,,persönliches Sich-Mitteilen“ wie bei den 7 Schritten. Vielmehr werden öffentliche Probleme und Situationen in den Blick genommen und im Licht des Evangeliums betrachtet.
Das ,,Bibel-Teilen als Lebensspiegel‘ eignet sich auch für die Vorbereitung der Sonntagsliturgie in einer Gruppe.
Die 7-Schritte-Methode bleibt die gewöhnliche und grundlegende Weise des BibelTeilens. Der ,,Lebensspiegel“ soll hin und wieder in den Kleinen Christlichen Gemeinschaften benützt werden, denn er hilft uns, unsere gesellschaftliche Verantwortung besser wahrzunehmen. Bibel-Teilen als Lebensspiegel Anweisungen zum Vorlesen für die/den Leiter/in (Fascilitator, Ermöglicher) 1. Einladen - sich zu Jesus setzen Wir lassen heute die Heilige Schrift wie einen Spiegel auf uns wirken, in dem das
Leben und die Probleme unserer Pfarrei/unseres Dorfes/unserer Gemeinde/unserer Stadt/unseres
Landes sichtbar werden.
Wir werden uns bewusst, dass der Herr in unserer Mitte ist. Wer möchte dies in
einem Gebet zum Ausdruck bringen? 2. Lesen - das Wort Gottes hören Wir schlagen in der Bibel das Buch/das Evangelium/den Brief ... auf, Kapitel ...
(Wenn alle aufgeschlagen haben:) Wer möchte die Verse von ... bis ... langsam und andächtig vorlesen?
Wer möchte denselben Text noch einmal lesen 3: Verweilen - den verborgenen Schatz heben Wir suchen nun Worte oder kurze Sätze aus dem Text heraus und sprechen sie dreimal laut und betrachtend aus. Zwischen den Wiederholungen legen wir kurze Pausen ein.
(Zum Schluss möglich:) Wer möchte den Text noch einmal im Zusammenhang vorlesen? 4. Sehen Wir besprechen ... (z.B. 5) Minuten lang in Zweiergruppen, jeder mit seinem Nachbarn: An welche Probleme in unserer Umgebung erinnert uns der Text? An welche Probleme unserer Pfarrgemeinde (unseres Dorfes/ unserer Stadt/unseres Landes) erinnert uns der Text, welche Probleme haben Ähnlichkeit mit der Situation in unserem Text? Die Ergebnisse der Zweiergespräche werden in der Gesamtgruppe kurz benannt.
Nach den Rückmeldungen:
Nun wählen wir ein Problem aus, das viele betrifft und sehr dringend ist. Wir besprechen:
Wer weiß mehr über unser Problem?
Warum, glauben Sie, haben wir ein solches Problem?
Wer gewinnt und wer verliert, wenn die Situation so bleibt, wie sie ist? 5. Hören (im Schweigen) Wir werden nun für __ Minuten ganz still und fragen uns:
Was sagt Gott zu unserem Problem?
Was sagt er uns in diesem Text ? 6. Austauschen Wir tauschen uns darüber aus, wie das Problem im Licht des Wortes Gottes erscheint, was uns Gott unserer Ansicht nach zu unserem Problem rät 7. Handeln Wir fragen uns:
Welches Handeln erwartet Gott von uns?
Wer soll was mit wem bis wann tun? 8. Beten - zu Gott sprechen Alle sind eingeladen, ein freies Gebet zu sprechen.
(Danach:) Wir schließen mit einem Gebet oder Lied, das alle auswendig können. Hier finden Sie diese Anweisungen auch als Druckvorlage in einer Word-Datei zum Herunterladen. Eine Erklärung der Schritte finden Sie im AsIPA-Text A.7 (hier zum Herunterladen) |