Kleine Christliche Gemeinschaften - Wo sich Kirche ereignet Letzte Bearbeitung dieser Website: 04.03.2010. Aktuelle Infos finden Sie, wenn Sie hier klicken! In einer Kleinen Christlichen Gemeinschaft verwirklicht sich eine Kirche, - in der die wahre Gleichheit und gemeinsame Würde aller Gläubigen konkrete Gestalt gewinnen kann,
- in der alle Teilnehmenden als Geistträger ernst genommen werden,
- in der jede und jeder in der Gruppe Leiterin und Leiter sein kann,
- in der persönliche und soziale Situationen des täglichen Lebens im Licht des Evangeliums gedeutet werden,
- in der ein herrschaftsfreier Führungsstil angewendet wird.
Eine Kleine Christliche Gemeinschaft (KCG) hat vier Merkmale: - Eine konkrete KCG besteht aus Personen, die einen gemeinsamen Lebensraum haben.
- Eine KCG nimmt die Bedürfnisse und Nöte der Menschen in ihrem Umfeld wahr und entdeckt darin den Anruf Jesu. sie weiß sich gesandt.
- Eine KCG lebt aus der Eucharistie der Pfarrgemeinde und ist so mit der gesamten Kirche verbunden.
- Eine KCG wächst immer neu aus dem Wort Gottes, das sich ihr besonders im Bibel-Teilen erschließt.
Wenn eine Kleine Christliche Gemeinschaft so lebt, wird das Wort aus dem Johannesevangelium erfahrbar: „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.“ Joh. 1,14
Zum Projekt "Kleine Christliche Gemeinschaften im deutschsprachigen Raum": Ein Weltkirchliches Lernprojekt In vielen Ländern Afrikas und Asiens hat das Modell der „Kleinen Christlichen Gemeinschaften“ zum Aufbau lebendiger Gemeinden geführt. Kleine Christliche Gemeinschaften (KCG) sind eine Substruktur von (großen) Pfarreien oder Gemeindeverbünden, in denen Kirche vor Ort, in einer Nachbarschaft, in einem Dorf, in einem Wohnviertel in all ihren Dimensionen (bzw. Grundfunktionen) lebendig ist. Grundlagen der Kleinen Christliche Gemeinschaften Auf der Grundlage der Bibel entwickeln diese Gruppen eine intensive und tragfähige Gemeindespiritualität und stellen Christus als Quelle der Inspiration in ihrer Mitte. Dies geschieht vor allem im „Bibel-Teilen“. Hier wird eine spirituelle Erfahrung in Gemeinschaft möglich, bei der sich die Menschen von Gottes Wort berühren lassen und es in den Alltag hineintragen. Das Wort führt die Gemeinschaft zu sozialen Aktionen im konkreten Umfeld und zum Engagement in der Kirchengemeinde, in der sie eng mit anderen Gemeinschaften und den Hauptamtlichen vernetzt sind. Woher kommt das pastorale Modell? Dieses pastorale Modell, das auf der Ekklesiologie des 2. Vatikanischen Konzils beruht, wurde schon in den 70er Jahren im Lumko-Institut in Südafrika entwickelt und fand weite Verbreitung im südlichen und östlichen Afrika.
Seit Mitte den 80er Jahre begannen auch immer mehr asiatische Diözesen mit den Lumko-Materialien zu arbeiten. 1990 entschied sich dann der Zusammenschluss der asiatischen katholischen Bischofskonferenzen (FABC), das Modell der Kleinen Christlichen Gemeinschaften zur Grundoption für die Pas-toral in Asien zu machen. Unter dem Namen AsIPA (Asiatischer integraler pastoraler Ansatz) wurden Schulungselemente entwickelt und das Modell verbreitete sich sehr erfolgreich über ganz Asien. missio-Projekt „Spiritualität und Gemeindeentwicklung“ Seit dem Jahr 2001 fördert missio das Projekt „Spiritualität und Gemeindeentwicklung – Kleine Christliche Gemeinschaften in Deutschland“, um dieses pastorale Modell auch hier bekannt zu machen. Für die Gemeinde der Zukunft Dieses pastorale Modell erweist sich auch als adäquate Antwort auf die Frage nach der Zukunft von Gemeinden angesichts knapper werdender personeller und finanzieller Ressourcen sowie angesichts von Strukturveränderungen (Entstehung von Gemeindeverbünden und pastoralen Räumen). KCG in den Diözesen hier und Netzwerk In einer Reihe von Diözesen im gesamten deutschsprachigen Raum sind Gemeinden schon sehr konkret auf dem Weg, mit Kleinen Christlichen Gemeinschaften zu arbeiten.
Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Diözesen treffen sich einmal jährlich zu einem Vernetzungstreffen (KCG-Jahresstreffen). In Deutschland es gibt ein bundesweites Projektteam (Nationalteam Kleine Christliche Gemeinschaften), das die Aktivitäten koordiniert, Informationen austauscht und Schulungsmodule erarbeitet. Kontakt Nähere Informationen für Interessenten aus der Pastoral gibt es bei den Ansprechpersonen der beteiligten Diözesen bei den Mitgliedern des "Nationalteams" oder bei den Koordinatoren des missio-Projektes Dr. Simone Rappel, missio in München, und Dieter Tewes, Missionarische Dienste/missio im Seelsorgeamt Osnabrück für missio in Aachen. Die Schweiz hat eine eigene Webside für ihr Projekt "Asipa - Kleine Christliche Gemeinschaften": www.asipa.ch |